„31“


31 Days of Fright – Tag 31

©Tiberius
©Tiberius

Und so schnell sind die mittlerweile dritten 31 Days of Fright auch wieder vorüber und ihr lest den letzten Beitrag. Bereits am Donnerstag dem 27.10 erschien Rob Zombies neuer Horrorfilm „31“ ungeschnitten in den deutschen Kinos. In Amerika hagelte es vernichtende Kritiken und auch in unserem Lande war der Großteil der Resonanz eher ernüchternd. Ein schlechter Film erwartet euch allerdings nicht!

Schade ist es jedoch, dass Rob Zombie nicht an die überragenden Qualitäten von „The Lords of Salem“, „The Devils Rejects“ oder seinem Magnum opus „Halloween 2“ anschließen kann. Dafür wartet er in „31“ mit zu einseitigen Charakteren auf, die in einer zu langen Exposition weder Sympathie gewinnen können, noch besonderes Mitgefühl erregen. Der Umbruch folgt nach dem Aufbau ebenfalls viel zu schnell. Zuvor genießen die Protagonisten noch das enthemmte Leben beim Tanken und nicht einmal 5 Minuten später sind sie Teil eines abartigen Überlebenskampfes und werden von einem Nazignom verfolgt. Im Spiel angekommen, gelingt Zombie allerdings erneut der Beweis, wie gut er das moderne Terrorkino beherrscht, ohne das Schmuddelkino der 70er und 80er dabei außer Acht zu lassen. Er verstrickt den Kampf in einzelne Episoden mit verschiedenen Antagonisten und liefert eine raue Atmosphäre mit kleinen Schocks und bestialischen Gewalteruptionen, bei denen die Qualität der Segmente unterschiedlich ist. Fokussiert sich der Kampf gegen den Gnom etwas auf Klaustrophobie und dem bekannten „Hide and Seek Prinzip“, wartet die Kettensägenepisode mit einigen kranken Szenen auf und bildet damit eines der Highlights, bei dem die Abgefucktheit der Geschichte zur Geltung kommen darf. Rob Zombie tobt sich sichtlich aus und Schauspieler Richard Balke tut es ihm gleich. Als Doomhead gelingt ihm eine wahrlich beängstigende Performance, der den eingeschlagenen Autopilot etwas zu kaschieren vermag. Am Ende bleibt der blanke Pessimismus, kein Lichtblick wird am helligten Tage gewährt und die Montage glücklicher Menschen geleitet uns in den Abspann. Ein fader Beigeschmack verbleibt dennoch. Der erwähnte Autopilot beherrscht die Inszenierung, anders als in Zombies früheren Werken. Kein Subtext, keine künstlerische Entfaltung sondern ein bitterböser, brutaler Überlebenskampf wie eine rohe Blutwurst. Aber unter günstigen Rahmenbedingungen schmeckt die auch.

In diesem Sinne wünschen wir euch noch einen schaurigen Tag, auch wenn das Wetter eher weniger dazu anregt, mal einen Blick auf die Straßen zu werfen. Wir bedanken uns ebenfalls bei den zahlreichen Lesern, die diese 31 Days of Fright zur erfolgreichsten Aktion des Blogs gemacht haben und wir hoffen, dass ihr ab morgen wieder bei abwechslungsreichem Programm reinschaut.

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