„The Punisher“


Die Neuveröffentlichung des ehemals indizierten Actioner mit Dolph Lundgren, bekam ein schönes Steelbook spendiert. Ob der Film überzeugt, erfahrt ihr in unserer Kritik!

©Koch Media
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Nach der Neuprüfung und der daraus resultierenden Altersfreigabe ab 16 Jahren, wird der Actionfilm aus den später 80ern nun endlich in der Unrated Fassung in Deutschland veröffentlicht. Lange bevor sich Marvel nur noch mit überbudgetierten Materialschlachten identifizieren konnte, gab es die Punisher Verfilmung mit Dolph Lundgren, der gewalttechnisch kein Blatt vor den Mund genommen  und jegliche Moralitäten niedergeschossen hat. Ein typischer Actionfilm also, der abseits der Actionen nichts bieten kann, abgesehen von platten Dialogen oder Charakteren die nur als Kanonenfutter dienen. Doch was wenn ein reiner Actionfilm nicht einmal mit Action überzeugen kann?

Das passende Beispiel dafür finden wir in Mark Goldblatts Film, denn letztendlich ist „The Punisher“ nur eine sinnlose Aneinanderreihung diverser austauschbarer Actionsetpieces, bei denen die Bloodpacks zwar uneingeschränkt explodieren dürfen und weiße Räume zuhauf mit Lebenssuppe füllen, aber keine der Szenen hat Druck, Intensität oder ist mit Raffinesse gefilmt oder inszeniert. Die Narration lässt sich als gewaltgeiles Malen nach Zahlen beschreiben, bei dem der Zuschauer nur mit rohen Brutalitäten am Gucken gehalten wird. Die Darstellung durch Dolph Lundgren ist mimisch limitiert, emotionlos und facettenarm, was eigentlich kein großes Problem wäre, gäbe es die Darstellung von Jon Berntal in der neuesten Netflix Staffel „Daredevil“ nicht.

©Koch Media
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Gelegentlich findet man kurzen Spaß, insofern man auf abgewrackte 80er Jahre Actionstreife steht oder es genügsam ist, wenn Oberkörper im Kugelhagel zersiebt werden, Wurfsterne in Schädel geworfen werden oder selbst Brillengestelle bei Kopfschüssen zerstört werden. Ansonsten ist „The Punisher“ filmisch umgesetzte Anspruchslosigkeit, die es leider nicht schafft ihre Anspruchslosigkeit zu kaschieren, indem sie sich aufs wesentliche konzentriert. Langweilige höhepunktslose Action trifft auf eine krude Geschichte und doofe Dialoge, traut sich allerdings nicht wirklich am Rad zu drehen. Eine wesentlich bessere und spaßigere Alternative ist da die herrlich abgedrehte Splatterversion „Punisher: War Zone“ von  Lexi Alexander und in naher Zukunft die netflixeigene Punisherserie!

4

 

 

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. amourfoufilm sagt:

    War damals schon nur mittelmäßig..und mittlerweile sicher vom Zahn der Zeit zerfressen

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