„The Model“


Nein, The Neon Demon hat keine frühzeitige DVD-Veröffentlichung unter anderem Titel bekommen! Das dänische Thrillerdrama erschien letzte Woche im Heimkino.

1016740_5
©Koch Media

Das Mädchen vom Lande geht in die große Stadt um ihrer Wunschkarriere den nötigen Start zu verleihen. Das haben wir bereits im Mai gehört, beziehungsweise in ästhetisch opulenter Optik abseits des Mainstreams bereits gesehen. Hier verschlägt es die junge Emma aus dänischer Idylle nach Paris, wo sie merkt, dass das Modeldasein fernab des medialen Prunks ein nervenzerrender Konkurrenzkampf ist und wird bald auf den kalten Boden der Realität gezogen.

Direkt zu Beginn, jeglicher Vergleich mit „The Neon Demon“ ist deplatziert, da beide Filme zwar eine ähnliche Prämisse angehen, jedoch sowohl inszenatorisch als auch narrativ komplette Gegenteile sind. Lediglich in einer Sache bilden beide einen gemeinsamen Nenner, in ihrer Zähigkeit. Emma lernt schnell, dass die Modewelt einem Körperbarsar gleicht und es für den Profit der Karriere entscheidet ist, mit wem man schläft oder wem man sich anbiedert. So durchlebt sie, sowie der Zuschauer ein ständiges Beirren durch Segmente der Konkurrenz, geschäftlichen Beziehungen oder der doch daraus resultierenden Liebe. Problem nur, dass sowohl Emma (Maria Palm) als auch ihre Pariser Affäre ein Shane (Ed Skrein) in einer Beziehung sind oder erst eine kürzliche Trennung überstanden haben, während bereits Ausschau nach einem ankurbelnden Date gehalten wird. Dabei möchte Regisseur Mads Matthiesen sowohl die Gefühlswelt der Protagonistin offenbaren als auch den psychischen Zerfall.

Das sorgt für äußerst schnellen Geduldsverlust beim Zuschauer, denn anstatt tiefgehende Businesskritik zu offenbaren, sehen wir alles was wir bereits aus „Black Swan“ gesehen haben, nur eben ohne Surrealismus. Matthiesens Film biedert sich, bis es ihm gelingt im Finale endlich Drastik und Spannung zu inszenieren, einer Schmonzette an die nur mit ihren Darstellern zu überzeugen weiß. Im Finale gelingt endlich die Konsequenz bevor man in den Abspann endlassen wird.  Bis dahin sind allerdings viel zu zähe 105 Minuten vergangen, die jegliche Dynamik, Überraschungen oder eine Abgrenzung von Filmen wie Black Swan verhindert. Schade.

4

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s