„Dark Touch“

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Mit „Dark Touch“ erwartet uns ein ab sofort Horrorthriller der etwas anderen Art in den Regalen der Videotheken.

© Wild Bunch

Die elfjährige Neve wird eines Nachts Zeugin, wie ihre gesamte Familie im eigenen Haus brutal ermordet wird. Ihren Erzählungen, dass sich das Gebäude einschließlich der Möbel selbstständig gemacht hat, schenkt niemand Glauben. Neve wird bei Freunden ihrer Eltern untergebracht. Doch das, was ihre Familie umgebracht hat verfolgt sie und die Menschen in ihrer Umgebung weiterhin.

„Dark Touch“ beginnt wie psychologisches Drama. Die Protagonistin ist traumatisiert von den Ereignissen, das jedenfalls vermutet der Zuschauer im ersten Moment, scheut sich vor dem Knüpfen neuer Kontakte und zieht sich weitestgehend in ihre eigene Welt zurück. Doch die mysteriösen Ereignisse aus ihrem Elternhaus lassen sie nicht los, erst nur psychisch nicht, aber nach und nach werden sie auf in ihrem neuen Haus real. Der Grund dafür bleibt zunächst einmal verborgen. Man spekuliert gelangweilt, ob es sich in „Dark Touch“ einmal mehr um Geister handelt, die die hilflose Protagonistin terrorisierten, weil sie mit ihren Eltern in einem verfluchten Haus wohnte. Doch „Dark Touch“ verfügt über eine ganz andere Intention und geht die gegenteilige Richtung des klassischen Gruselkinos. Denn der Film thematisiert ein ganz anderes Thema als die üblichen Geisterfloskeln. „Dark Touch“ handelt von Kindesmisshandlung durch die Erziehungsberechtigten und einem Racheengel, der Vergeltung an den Eltern dieser Kinder sucht. Doch der Weg dorthin ist mysteriös gepflastert, glücklicherweise ohne jegliche Jumpscares oder andere Arten des billigen Nervenkitzels. „Dark Touch“ wird durch seine unheilverkündende, stille Art vorangetragen, deren Repräsentant die schweigsame, hervorragend aufspielende junge Protagonistin darstellt. Je weiter der Film voranschreitet, umso klarer werden die Gründe für jegliche Handlungsweisen der Charaktere. Dennoch gibt „Dark Touch“ dem Zuschauer viel Spielraum für Interpretation, und hinterlässt durch die letzten Minuten einen noch länger dem Zuschauer anhaftenden Eindruck.

„Dark Touch“ ist ein sehr gelungener Film, der in seiner Thematik in diesem Genre wohl bislang noch einzigartig ist. Ein Rachethriller der anderen Art, verfeinert mit einer Prise Horror und Surrealem. Ein wirklich sehenswertes Werk.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sean sagt:

    Den hatte ich nicht auf dem Schirm. Wird definitiv gekauft

    1. Marc sagt:

      Kann ihn dir auch gerne zusenden 😉 im Gegenzug darfst du mir dann dein Exemplar von „Enter the void“ zukommen lassen, falls du den nach wie vor doppelt hast 😉

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