„Fast Convoy“ & „The Good, The Bad and The Dead“


600 Kilo Cannabis sollen in einem Konvoi aus 4 Wagen von Malaga nach Paris gebracht werden aber die ganze Sache entgleist.

©Ascot Elite
©Ascot Elite

Was nach einem actionreichen Road-Movie mit viel Tempo klingt, entpuppt sich leider schnell als langsamer Thriller mit gelegentlichen Actionszenen, die aus dummen Handlungen entstehen. In 107 Minuten erzählt Regisseur Frédéric Schoendoerffer eine Geschichte, die auf Basis eines kinetischen Actionthrillers wunderbar funktioniert hätte, im Endprodukt jedoch an limitierten Stellen sein Potenzial ausschöpft. Dabei liegt es nicht an der Actionarmut, die für die Längen sorgt, sondern die narrativen Mängel. Bereits nach kurzer Zeit ist der gesamte Umfang und der Ausgang klar und der Zuschauer wird zum Bestaunen des Farbentrocknen eingeladen, während gelegentliche dynamische Sequenzen aus dem Mittagsschlaf reißen. In Anbetracht auf das französische Genrekino, das Thriller wie „22 Bullets“ oder auch zuletzt „Antigang“ ins Kino oder in den DVD Sektor brachte, ist „Fast Convoy“ leider nur ein Hinweis darauf, dass es eindeutig besser geht. Zu schade nur, dass die Pressestimmen auf der DVD etwas in die Irre führen.


Brian Barnes wacht mitten in der Wüste auf. Er hat keine Erinnerung, was passiert ist und weiß daher nicht, warum in Nähe acht Leichen, ein Truck mit vier Millionen Dollar und ein anderer mit jeder Menge Koks steht.

©Tiberius Film
©Tiberius Film

Manchmal lassen sich im DVD-Sektor kleinere Überraschungen finden. Betrachtet man den Output mit Danny Trejo lassen sich jährlich gefühlt hunderte Filme mit seinem Gesicht auf dem Cover entdecken. Vor zwei Wochen veröffentlichte Tiberius Film einen weiteren Actionthriller mit ihm, der es tatsächlich schafft sich aus dem Einheitsbrei abzuheben. Auch wenn Timothy Woodwards Film zu penetrant auf Überstilismus setzt und mit seiner plakativen Coolness, sei es durch ständige Namenseinblendung, zittrigen Jumpcuts oder maskulinen Stereotypen, den Bogen mehrfach überspannt bietet „The Good, The Bad & The Dead“ ein insgesamt recht kurzweiliges Vergnügen mit kleinen Überraschungen am Ende. Auch wenn man sich an ekelhaft animierte Mündungsfeuer und hölzerne Dialoge einstellen muss, zeigt der deutlich hochwertig produzierte Thriller, dass der B-Movie Sektor immerhin nicht nur mit Scheiße überfüllt ist. Prädikat: Kann man gut weggucken.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Marc sagt:

    Lundgren kann man immer gut weggucken 😉

    1. Sean sagt:

      Siehe Kindergarten Cop 2 du Strolch 😉

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