„Z for Zachariah“


Das starbesetzte Endzeit-Drama umging den Weg über die Leinwand und startet hierzulande direkt für das Heimkino.

© Tiberius Film
Die Rahmenhandlung von Z for Zachariah ist ein recht überschaubarer Verlauf. Zudem ist es eine allseits bekannte Geschichte, die in bereits sämtlichen Formen erzählt wurde. Trotzdem glückt es Regisseur Craig Zobel keine Individualitätslosigkeit zu fabrizieren, denn sowohl seine Atmosphäre, wie auch seine Gestaltung preisen die Intensität aus. Auffällig ist die Verwendung von Symboliken und Kontrasten, die das Trauerspiel vor einer inhaltlichen Monotonie bewahren. Dabei sind wiederkommende, biblische Anspielungen unter Beachtung des Titels keine Überraschung. Ausgleichend stehen dem wissenschaftliche Gegensätze gegenüber, welche eine gelungene Interpretationsvielfalt ermöglichen. Das Rad wird dennoch nicht neu erfunden, was der Film zudem in Form seiner wörtlich genommenen Umsetzung wunderbar deutlich macht. So glänzt Z for Zachariah durch seine präzise Einfachheit und überfordert bzw. unterfordert sich zu keinem Zeitpunkt.

Jenseits der gelungenen Drehbuchadaption von der gleichnamigen Buchvorlage und der nennenswerten Regiearbeit steht und fällt das Gesamtwerk durch seine drei Hauptdarsteller Margot Robbie, Chiwetel Ejiofor und Chris Pine. Diese meistern ihren Job absolut fantastisch und kreieren eine schleichende Suspense, die das kammerspielartige Drama letzten Endes zu einem Geheimtipp machen. Denn alle drei agieren in ihrem Ton, ihrer Mimik und ihrer Körpersprache mit einer beispielhaften Authentizität, welches schlichtweg als positiv geneigtes „Schauspielkino“ zu betiteln ist. Die treffende Ergänzung ist schließlich noch der feinfühlige Score, welcher das stützende Rückgrat für den wirksamen Ausklang des Filmes ist.

Z for Zachariah (ganz nebenbei von Toby Maguire produziert) ist eine empfehlenswerte Independent-Perle, die zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über sich behält. Das Festklammern an Konventionen fällt zum Glück recht mild ins Auge. Zwar sind die philosophischen Einwürfe alles andere als Neuland, ebenso wie das endlos durchgekaute Dramadreieck, doch ist es die wirksame Bildsprache und atmosphärische Intensivität, die den Charakter des grandios geschauspielerten Werkes ausmacht. Schade ist lediglich, dass es hierzulande nur in Ausnahmen im Kino zu genießen war, denn schön fotografiert ist das postapokalyptische Drama alle Male.

© Tiberius Film
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