„The Time Tunnel: Staffel 1“


Dr. Anthony Newman und Dr. Dan Philips geraten bei einem Experiment in einer geheimen Forschungsinstitution in einen Zeitstrom. Über eine Vielzahl von Episoden reisen sie nun durch verschiedene zeitliche Epochen, und treffen auf die ein oder andere historisch höchst interessante und bekannte Persönlichkeit.

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© Studio Hamburg

„The Time Tunnel“ bestand ursprünglich aus 30 einzelnen Folgen, in Deutschland allerdings wurde die Serie gekürzt auf 13 herausgebracht. Sonderlich schlimm ist diese Tatsache allerdings nicht, denn ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Episoden existiert nicht. In jeder Episode reisen die beiden Protagonisten in eine andere Zeit zu einem anderen großen, historischen Ereignis. So finden sie sich mal auf der Titanic, dann wiederum bei der Schlacht von Troja oder auf einer Mission im Weltraum wieder. Das mögen alles recht abwechslungsreiche Situationen sein, und in der Tat sind die Kulissen überraschend vielseitig, wenn auch offensichtlich nicht sonderlich qualitativ, insbesondere den diversen Requisiten wie beispielsweise Schwerter erkennt man den hohen Papiergehalt doch deutlich an. Dennoch, und das ist das enttäuschende bei „The Time Tunnel“, ist jede einzelne Serie nach dem exakt selben Schema konzipiert, was letztendlich bedeutet; hat man eine Folge gesehen, hat man alle gesehen. Es wirkt tatsächlich so, als wäre die inhaltliche Vorlage der Story nur auf das jeweilige Szenario angepasst worden. Der Zuschauer langweilt sich schnell, wünscht sich neue Hintergrundeinfälle und nicht lediglich eine veränderte Fassade. Somit ist „The Time Tunnel“ sicherlich keine Serie mit interessanten Charakteren, denn diese durchlaufen während der gesamten Serie nicht eine Entwicklung. Die wenigen Ansätze einer runden Figur werden leider nur in einzelnen Episoden aufgebaut und anschließend in genau dieser Episode wieder begraben, und anschließend nie wieder thematisiert. Ebenso wie Charaktere verzichtet der Zuschauer beim Schauen von „The Time Tunnel“ auf eine anspruchsvolle Story oder Tiefgang in irgendeiner Form. Zum Abschalten für den alteingesessenen Fan des Science-Fiction Kinos allerdings durchaus einen Blick wert, obgleich man diese Serie mit Sicherheit nicht verschlingen wird.

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