The Last Witch Hunter

am

Vin Diesel verkloppt böse Fabelwesen! Ab Morgen im Handel

©Concorde

Man sollt es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, wie das Endprodukt mit einer Erwachsenenfreigabe ausgesehen hätte oder mit reinrassiger Inszenierung. Das kernige Männerkino reinkarniert in modernem Gewand mit altertümlichen Wesen. Dem will sich The Last Witch Hunter allerdings nicht ganz hingeben. Action liefert er zuhauf, mit optisch ansprechender Wirkung resultiert aus hochbudgetierten Produktionsbedingungen. Doch während Vin Diesel als Abziehbild purster Männlichkeit mit Axt und Schwert bewaffnet auf Jagd geht, darf er nicht richtig zuhauen aufgrund einer jugendfreundlichen Freigabe. Wenn sich Action ankündigt wird diese auch mit viel Rambazamba und hohem Kollateralschaden ausgeführt. Selbst mit handzahmer Ausführung hätte The Last Witch Hunter ein kurzweiliger Hybrid aus Fantasy, Action und leichtem Horror werden können, der manchmal zu sehr auf CGI Bilder setzt und aus diversen Vorlagen zusammengezimmert wurde. Doch mit 108 Minuten ist das Abenteuer zu lang geraten.

Während Vin Diesel wie immer als coole Sau fungiert und wie bereits auf dem Plakat angekündigt der einzige Charakter ist, für den sich der Film interessiert, sammeln sich um ihn herum etliche sonst großartige Darsteller. Ein Michael Caine wirkt lustlos und wird in wenigen Minuten abgespeist, Elijah Wood begleitet ihn die gesamte Zeit, aber bekommt nie wirklich Zeit für Eigenentwicklung. Auch bremst sich der Film zu oft selbst aus, indem er versucht die Vergangenheit von Kaulder näher zu beleuchten oder sich in ziellose Dialoge verzettelt. Mit ganz niedrigen Erwartung könnte „The Last Witch Hunter“ vielleicht noch ganz gut funktionieren, wer sich allerdings auf einen Vin Diesel gefreut hat, der in bester „Hänsel und Gretel Hexenjäger“ Manier durch etliche Horden von Hexen prügelt, der sollte sich lieber nochmal ganz genau überlegen, ob die 108 Minuten es wert sind. Dieser seelenlose und CGI überflutete Actionbeitrag unterhält nämlich nur dann, wenn es sich auch komplett auf das fokussiert, was er hätte sein können: Non-Stop Action.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. John Doe sagt:

    War nicht schon seit Ankündigung klar, dass der Film nur verscheißen kann?

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