„Der Vater meiner besten Freundin“


Frankreich bringt uns demnächst die neue Dramödie „Der Vater meiner besten Freundin“. Der Cast beinhaltet mit Vincent Cassel und François Cluzet schon einmal große Namen, aber können diese Namen den Film auch zu einem Guten machen?

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©Weltkino

„Der Vater meiner besten Freundin“ ist, selbst im Genre der seichten französischen Komödie, nicht bei den Spitzenplätzen anzusiedeln. Wie so häufig in diesem Genre bekommt der Zuschauer eine Geschichte über Gefühle und die damit verbundenen Konflikte präsentiert, nur diesmal handelt es sich dabei um einen gefährlichen Lauf über dünnes Eis. Wie der Titel schon vermuten lässt geschieht etwas Sexuelles zwischen einem Mädchen und dem Vater ihrer besten Freundin – er 46, sie gerade mal 17. Dass dies eine Menge Probleme mit sich bringt versteht sich von selbst.

Nun, das große Problem von „Der Vater meiner besten Freundin“ ist schlichtweg die lasche Umgehensweise und insbesondere die finale Lösung des Konflikts. Der Film von Jean-Francois Richet stellt Hebephilie als Nebensächlichkeit dar, beinahe schon als Belanglosigkeit. Zur Unterstützung dieser Aussage dienen die einfältig geschriebenen, viel zu unintelligenten Charaktere bestens, die von Darstellern verkörpert wurden, die beim Darstellen derer sichtlich unterfordert waren. Dabei orientiert sich „Der Vater meiner besten Freundin“ ziemlich offensichtlich an Luc Bessons „Léon – Der Profi“, versucht dessen Essenzen einzufangen und in dieser Dramödie nochmals auf die Leinwand zu bringen – ohne Erfolg.

Doch trotz dieses gigantischen Kritikpunkts hat „Der Vater meine besten Freundin“ auch helle Seiten. So überzeugt beispielsweise die (seichte) Kritik an Helikoptereltern, aber auch die herrlichen Landschaftsaufnahmen, gepaart mit optimal dazu passender Musik.

Der fade Beigeschmack dieses Filmes ist dennoch nicht zu leugnen, und maßgebend für ein abschließendes Urteil über „Der Vater meiner besten Freundin“. Denn trotz großer Darsteller bekommt man hier ziemlich mieses Kino geboten.

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kritik sagt:

    Tut mir leid, aber ein maßgeblicher Punkt deiner Kritik ist absolut deplatziert. Die junge Frau ist 17 und keine 7. Ergo handelt es sich hier nicht um Pädophilie. Eine Beziehung zwischen einem erwachsenen Mann und einer Frau ab 16 ist grundsätzlich nicht verboten. Du solltest dich vorher gezielt informieren, anstatt Unwahrheiten mit deiner Kritik zu verbreiten.

    1. Marc sagt:

      Stimmt, ich habe den falschen Ausdruck dafür verwendet. Wurde geändert.

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