„Der Marsianer“


Ridley Scotts neustes Science-Fiction-Abenteuer ist ab dem 18. Februar im Laden erhältlich.

© 20th Century Fox

Während des Eintreffens von unvorhersehbar starken Windböen wird der Astronaut Mark Watney (Matt Damon) inmitten einer Mission auf dem Mars von seinen fünf Crewmitgliedern getrennt. Doch im Laufe ihres Heimfluges müssen sie feststellen, dass der Totgeglaubte überlebt hat. Zwar wird seine Rettung kommen, doch Watney hat nicht annähernd genug Nahrung und Sauerstoff um die Zeitspanne zu überstehen. Kurzerhand beschließt er: “Ich muss mich mit Wissenschaft aus der Scheiße ziehen.”

Es ist kein Geheimnis, dass Regisseur Ridley Scott ein Händchen für ansehnliche Visualität besitzt, leider aber auch des Öfteren zu ausbaufähigen Drehbüchern schwankt. Diese Mängel gleicht er mit seinem neusten Weltraum-Spektakel gekonnt aus. Denn auch wenn es sich um eine geradlinige und konventionelle Erzählstruktur handelt, kommt es keineswegs zu unangenehmen Vorhersehbarkeiten oder überflüssigen Längen.

Der Film funktioniert in den Genreklassifizierungen des Abenteuer- und Science-Fiction-Films, aber auch in Form des spannenden Survival-Dramas mit wiederholend auftretendem, auflockerndem Humor, überaus gut und vertritt diese mit anspruchsvoller Nachhaltigkeit. Doch ist nicht nur die Freude gegenüber der Wiederverwendung des Abenteuergenres nachhaltig, sondern sind es zugleich die Interaktionen des Protagonisten selbst. Schließlich liegt es neben der stets brodelnden Motivation der Hauptfigur, die den Zuschauer so zuversichtlich anspricht, an sein ökonomisches Schaffen, das das Interesse ununterbrochen aufrecht hält. Diese aufrechterhaltende Hoffnung ist der Knackpunkt des gesamten Filmes. Sie thematisiert den Ehrgeiz des Menschen, die Kraft des Individuums und den respektvollen Umgang mit Ressourcen. All diese Aspekte lassen den Film zu etwas besonderem erheben, auch wenn er sich inszenatorische Überraschungen und unkonventionelle Handlungsebenen spart. “Der Marsianer” blüht trotz alledem auf und ist neben “Mad Max: Fury Road” eines der wichtigsten Kinofilme über Nachhaltigkeit des Jahres 2015 gewesen.

Nicht zu vergessen sei die respektable Leistung von Matt Damon, der mit seiner gefühlsechten Mimik  den gesamten Film endgültig zum stehen gebracht hat. Qualitatives Blockbusterkino, wie man es leider nicht allzu oft sieht.

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