„Zero Tolerance“


Mit „Zero Tolerance“ erscheint diese Tage ein weiterer Klopper aus dem mittlerweile im Action-Breich besonders interessantem DTV-Sektor. Ob es sich hierbei um eine Perle handelt, klärt Tim in seiner Kritik.

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©Tiberius

Tatsächlich ist „Zero Tolerance“ kein reiner Actioner, auch wenn der Verleiher den Vergleich zur Martial-Arts-Sensation „The Raid“, sondern in erster Linie ein Thriller, der die Aufklärung eines Mordes an einer Prostituierten behandelt und dabei familiäre Thematiken anschneidet. US-Star Scott Adkins ist dabei eher Randnotiz; der Fokus liegt klar auf den thailändischen Ermittlern, die sich minder motiviert durch die Unterwelt der Zuhälter und Gangster befragen, ermitteln und manchmal eben auch kloppen. Ästhetisch stand hierbei in manchen Szenen Refns „Only God Forgives“ Pate. Regisseur Kaosayanada imitiert dessen kontrastreiche Welten aus Neonfarben zum Teil erfolgreich und schafft dabei einige gelungene Momente einer Bangkoker Parallelwelt der menschlichen Abgründe.

Doch da endet auch das, was man dem Film gegenüber an Interesse aufbringen kann: Die Story ist Schema F und handelt alles an Tropen und Kniffen ab, was man aus dem Genre so kennt. „Zero Tolerance“ verkommt so schnell zum handlungs- und spannungsarmen Imitat bekannter ähnlicher Stoffe. Ebenso die dezent platzierten Actionelemente: Es mangelt ihnen an Dynamik, Schauwerten und Einfällen. So ist der Todesstoß des Films wahrscheinlich derer, dass er nicht einmal auf der simpelsten Stufe einfacher Unterhaltung punkten kann, denn mit seiner knackigen Laufzeit von 90 Minuten ist er immer noch zu langweilig. Man kann nun schwerlich nach einer Daseinsberechtigung für diesen Film suchen, der seine gesamte Aufmerksamkeit lediglich aus dem prominenten Namen seines Nebendarstellers bezieht.
So kann man „Zero Tolerance“ getrost im Regal der Videothek verstauben lassen. Es ist kein Film, der groß gefalen wird, aber auch keiner der weh tut. Er ist da und man fragt sich weshalb. Am besten eifach ignorieren. Wer sich allerdings trotzdem wagen sollte, dem wird eine Enttäuschung nicht ausbleiben.

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