„Hitman: Agent 47“


Das neueste Actionvehikel von Agent 47 erschien am 4. Februar im Handel! Lohnt sich der Kauf?

©Fox

Bereits zu Beginn: Fans des gleichnamigen Videospiels oder Filmkonsumenten mit hohem Anspruch sollten sich überlegen diesen Film zu sehen, denn weder gibt es eine getreue Verfilmung des Spieles (trotz kurzer Schleichpassagen und Klaviersaiten) oder Anspruch.

In knapp 90 Minuten hetzt der Film in glattgebügelter Digitaloptik, der manchmal an einen überlangen Audi Werbespot erinnert, durch die verschiedensten Schauplätze, um diese in irrwitzigen Actionszenen zu zerstören. Eine Lagerhalle wird umfunktioniert zu einem Fallenlabyrinth mit etlichen kreativen Tötungen, in einem Gebäudekomplex wird der Aimbot des Protagonisten demonstriert und Gegner werden riesigen Turbinen konfrontiert. Fernab jeglicher Logik inszeniert Regisseur Aleksander Bach ein komplett beklopptes Actionfeuerwerk mit mäßigen CGI-Effekten, digitalen Blutspritzer (dafür richtig saftig) und austauschbarer Geschichte, die nur als Mittel zum Zweck dient. Der Output an Schauplätzen ist enorm, der Spaß prescht ungezügelt in einem Affentempo über den Bildschirm, auf dass man sich nur die Hände ins Gesicht schlagen möchte.

Hitman: Agent 47 ist ein Film, den man als Biervernichter kategorisieren kann. Man lädt seine Freunde ein, versorgt sich mit der richtigen Menge Bier (1-2 Kästen) und lässt jeglichen Sinn für Realismus verschwinden und genießt die Sause die in wenigen Momenten durch das Heimkino ballert. Hitman läuft komplett neben der Spur und feiert sich gehörig ab,  weil er nie großen Hehl daraus macht besonders doof zu sein. Dafür haut er sein Ding aber so konsequent und gewaltgeil durch, indem er eine sinnlose Aneinanderreihung bekloppter Actionszenen mit blassen Charakteren, noch blasser als die Glatze selbst, und schlechten Dialogen ist. Das kann und darf man kacke finden, ultrakacke. Hitman ist so daneben, dass er in seiner infantilität aber saugut unterhält auch wenn man Kopfschmerzen davon bekommt. Der perfekte Film für einen anspruchslosen Abend der Gerstensaft-Zelebrierung und Vernichtung.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. jacker sagt:

    It’s all about the Bier!
    Hattet ihr den Film nicht schon mal im Blog?

    1. Marc sagt:

      Jo, hatte meine Meinung dazu bei Kinostart schon einmal in Worte gefasst. Sean sah den Film allerdings etwas optimistischer als ich 😉

    2. Sean sagt:

      Da der Marc den dritten Auftritt einer Rentnertruppe mit miesen Effekten und harmloser Action feierte, konnte ich das nicht so stehen lassen dass der an dem hier so viel kritisiert hat, nur weil in der PV das Publikum nicht gefeiert hat

      1. Marc sagt:

        Die Rentnertruppe besitzt schließlich auch einen Dolph Lundgren ♥

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