„The Strain: Staffel 1“


Premiere! Ab heute werden wir auch über ausgewählte Neuerscheinungen im Serien-Sektor berichten und starten direkt mit Guillermo Del Toro´s „The Strain“.

©Fox

Basierend auf den gleichnamigen Romanen von Guillermo del Toro und Chuck Hogan, beschäftigt sich „The Strain“ mit der Verbreitung einer Infektion, ausgelöst durch „Den Meister“, der Menschen langsam in Vampire verwandelt. Anders als bekannt haben die Beißer hier keine spitzen Zähne, sondern eine Art Wurm, der sich in die Haut des Menschen graben und ihr dann verwandeln oder eine Art Schlauch, der sich um die Hälse klammert. Das Design erinnert an die Vampire aus Blade 2, welches von Del Toro wohl direkt übernommen wurde.

The Strain bietet erfrischende Abwechslung im Vampirgenre, nicht nur durch seine ungewöhnliche Darstellung der Vampire, sondern auch der Fokussierung der Charakterkonflikte und durchgehender Spannung. Direkt in der Pilotfolge von Del Toro höchstpersönlich, hat die Serie die perfekte Balance zwischen Suspense, deftigen Effekten (die teilweise für eine Altersfreigabe ab 16 Jahren mehr als erstaunlich sind) und Dramaeinschlägen, ohne seinen Charakteren jedoch mit billigen Mustern Tiefe zu verleihen. Als Kontrast zur Apokalypse selbst steht immer der Familienkonflikt von Eph (Corey Stoll) und der langsame Vertrauensaufbau der Gruppe. Den Zuschauer erwarten also nicht nur kinetische Episoden, sondern auch etwas ruhigere, in der Dialoge vorerst im Fokus statt Metzelei. Wenn „The Strain“ mit letzterem jedoch erstmal loslegt, erfreut sich das Herz eines jeden Gorehounds!

Da wird kein Blatt vor den Mund genommen! Kinder werden infiziert, Schädel gespalten und zerschlagen, halbe Schädeldecken abgetrennt und das alles so explizit, dass Vorsicht geboten sei! Leute die Blut ganz gleich welcher Farbe nicht gerne sehen, sollten nicht mit „The Strain“ anfangen. Auch was Spannung betrifft, lässt die Qualität zwar nach dem Pilot etwas nach, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Sets vom klaustrophobisch engen Flugzeug in eine Großstadt verlegt werden, bleibt jedoch während der gesamte ersten Staffel auf solidem Niveau. Ein Highlight stellt die Flucht eines Kindermädchens aus der dunklen Villa einer Frau dar, die jedoch schon langsam Hunger bekommt und deren Zerfall im Gesicht deutlich bemerkbar ist. Bedauernswert ist es jedoch, dass einige Charaktere noch nicht sonderlich gut ausgearbeitet werden beziehungsweise die zentrale Gruppe der Protagonisten ständig wächst und schwindet.

©Fox

Die erste Staffel gibt einen guten Einstieg in die Geschichte und bietet sich perfekt für das mitlerweile populäre Bingewatching an. Abgesehen vom Piloten, der mit 70 Minuten die längste Laufzeit misst geht jede Folge zwischen 40-45 Minuten und hat so gut wie keine Länge oder Stagnationen. Als Ausblick auf weitere Staffeln macht „The Strain“ Spaß, ist auf qualitativ hohem Niveau, mehr als überzeugend gespielt und zieht sein Ding auch ohne große Verluste durch! Sollte man es schaffen, die Qualität in der nächsten Staffel sogar noch zu steigern, kommt noch großes auf uns zu! Flotte Narration gepaart mit heftigen Effekten und großen Fokus auf seine Charaktere. The Strain macht 10 Stunden mächtig Spaß!

Großer Dank geht an 20th Century Fox für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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