„Predator 2“


„Predator“ ist einer der absoluten Klassiker des Actionkinos der 80er-Jahre. Verständlich, das man aufgrund seines Erfolges eine Fortsetzung gedreht hat – mit Danny Glover anstatt Arnold Schwarzenegger.

danny-glover-as-lieutenant-mike-harrigan
© 20th Century Fox

Die Handlung von „Predator 2“ ist einige Jahre nach dem ersten Teil angesiedelt. Diesmal sorgt das Raubtier inmitten von L.A. für jede Menge Unruhen und Chaos.

Diesmal ist anstatt Arnold Schwarzenegger Danny Glover in der Protagonistenrolle zu sehen. Glover spielt hier einen Stadtpolizisten, der bei Ermittlungen auf den Predator trifft. Das Problem bei dieser Besetzung ist, dass Glover weitaus uncharismatischer ist als Schwarzenegger, was teilweise allerdings auch an seinem langweilig geschriebenen Charakter liegt. Des Weiteren hat man noch Typen wie Gary Busey, Bill Paxton und Adam Baldwin gecastet, die ebenfalls nicht das Ausstrahlen, was die Truppe von Major Dutch im ersten „Predator“ tat.

Schön anzusehen am zweiten Teil der „Predator“-Reihe ist immerhin noch die Action selbst. Eingeschlossen sind in diesem Begriff im Falle von „Predator 2“ allerdings nur feurige Explosionen, denn die sehen noch handgemacht und gewaltig aus, und machen sogar dem Vorgänger von Action-Spezialist John McTiernan große Konkurrenz, auch wenn man hier zu sehr auf Slow-Motion-Action gesetzt hat. Scheitern tut die Fortsetzung hingegen in allen anderen technischen Aspekten. Der Predator selbst ist diesmal nämlich größtenteils digital entstanden, und das merkt man zu jeder Sekunde, denn die Leistung des VFX-Teams war schlichtweg miserabel. Es fehlt der Kreatur einfach an der einen Stelle mal ein Schatten, an einer anderen dann ist sie zu hell und passt nicht in den Look des Filmes, in anderen schwebt sie gar einige Zentimeter über dem Erdboden. Hinzu kommt, dass der Predator nicht mehr wie ein Außerirdisches Wesen wirkt, sondern eher wie ein klischeeüberlasteter Jamaikaner. Diese miesen Effekte verhindern, besonders in Anbetracht der technischen Stärke von „Predator“, den Aufbau einer dichten Atmosphäre und sorgen zudem für viele unfreiwillig komische Momente, beispielsweise wenn die Kreatur ein Badezimmer plündert.

Beibehalten wurde glücklicherweise das klassische Predator-Thema von Teil 1, die restliche Musik dagegen ist absolutes Durchschnittsgeklimper von Alan Silvestri, gemixt mit einer gehörigen Portion Dschungel-Mucke, die wiederum häufig unpassend verwendet wird.

Die Präsenz, die einst von diesem Wesen ausging, ist mit einem Schlag komplett verschwunden und wurde auch durch die Reihe „Alien vs. Predator“ nicht wieder zum Vorschein gebracht. Ein Predator-Film scheint nur mit einem Arnold Schwarzenegger zu funktionieren.

Predator 2

Advertisements

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. jacker sagt:

    Den habe ich ebenfalls nicht gerade großartig in Erinnerung. Dennoch meine ich mich zu erinnern, dem Ganzen ein gewisses Trash-Potenzial nicht absprechen zu können (vor allem an die überzogenen Voodoo
    -Jamaikaner denke ich da). Wird Zeit den mal wieder aufzufrischen.

    1. Marc sagt:

      Der Film selbst weiß leider überhaupt nicht das er trashig ist und nimmt sich furchtbar ernst. Daher hat mir der nicht mal als Trash-Film gefallen.

      1. jacker sagt:

        Werde ich nochmal selber herausfinden 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s