„Life“


Anton Corbijns „Life“ erzählt die Geschichte der freundschaftlichen Beziehung zwischen Fotograf Dennis Stock und James Dean während dessen letzten Lebensjahres. Nach einer wahren Begebenheit.

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©Universum Film

Zu allererst sollte gesagt sein; wer hier ein detailliertes Biopic über James Dean erwartet ist hier vermutlich falsch. „Life“ beschäftigt sich nämlich lediglich mit einem kurzen Ausschnitt seines Lebens, ohne dabei großartig auf Dinge einzugehen, die nicht im Zusammenhang mit der Freundschaft zu Dennis Stock stehen. James Dean wird dargestellt von Dane DeHaan (der Name klingt sogar ähnlich), der nicht nur optisch Ähnlichkeit mit Dean hat, sondern auch Dean-typische Gesichtsausdrücke beherrscht. Ob man sein Schauspiel nun als lustlos oder hervorragend interpretieren möchte bleibt dem Zuschauer überlassen, denn DeHaan sieht wir während des ganzen Films durchgehend zugedröhnt aus, sodass es schwierig fällt, für eine der beiden Varianten Partei zu ergreifen. Als sein Freund Dennis Stock spielt Robert Pattinson verblüffend stark auf, trotz einiger ungewollt komischen Szenen seinerseits. Auch kleinere Nebenrollen wurden an durchaus bekannte Stars vergeben. So wird beispielsweise Mr. Warner (von Warner Bros.) von Ben Kingsley und einer seiner Mitarbeiter von Joel Edgerton gespielt. Die zwei Stunden schauen sich bequem ohne dabei allzu große Längen aufzuweisen. „Life“ wird durchgehend auf demselben Spannungslevel gehalten, demnach gibt es weder einen Höhepunkt oder gar eine unerwartete Wendung in der Geschichte.

So ist „Life“ alles in allem ein Film, der sich wunderbar anschauen lässt, ein Film, der weder besonders anspruchsvoll noch anspruchslos ist, ein Film, der ein schönes Mittelmaß zwischen beidem gefunden hat. Ein Film eben, der eine kleine, unbekannte Perle ist, und den in ein paar Jahren vermutlich alle vergessen haben werden.

Life

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11 Kommentare Gib deinen ab

  1. Da der Film von Corbijn ist, kann man optisch natürlich nichts gegen sagen, aber du hast recht, er ist nett anzuschauen ohne Überraschungen und Wendungen (außer die Kotzszene *lach*) und die Schauspieler sind gut aufgelegt, aber das Drehbuch eher halbgar.

    1. Marc sagt:

      Jaja, genau die Kotzszene mein ich mit unfreiwilliger Komik bei Pattinson 😀

      1. Das Highlight seiner Karriere. ♡

  2. jacker sagt:

    Bevor ich den gucke, muss ich erstmal meinen Frieden mit A MOST WANTED MAN machen. Den wollte ich so gern lieben und formell stimmt auch alles. Aber im Kino war ’ne Barriere zwischen mir und dem Film 😦

    1. Marc sagt:

      Den kenne ich nicht, weil er mich nie wirklich angesprochen hatte. Das is der mim Seymou Hoffi oder?

      1. jacker sagt:

        Genau. Sein wirklicher letzter. Und er ist halt nochmal SO gut darin…

      2. Marc sagt:

        Ich habe glaub ich nur Mission Impossible III mit ihm gesehn 😀

      3. jacker sagt:

        Uhh. Er war der größte 😦 Unbedingt mal SYNECDOCHE, NEW YORK und BEFORE THE DEVIL KNOWS YOU’RE DEAD und JACK GOES BOATING und MAGNOLIA und besagten A MOST WANTED MAN und alle anderen schauen! Der hatte so eine übermenschliche Schauspiel-Präsenz..

      4. Marc sagt:

        Ich weiß auch nicht, als Schauspieler war er mir bisher nie wirklich sympathisch …

      5. jacker sagt:

        Aber geht es denn wirklich um Sympathie? Sind nicht gerade die Personen, die es einem eben nicht auf Anhieb leicht machen, weil sie keinen Schönheitsidealen entsprechen, Kanten haben und vor den Kopf stoßen, diejenigen die sich von der Masse abheben?

      6. Marc sagt:

        Klar, darum geht es auch, aber ich sehe mir lieber einen Film mit Gregory Peck als mit dem Seymou Hoffi an, weil ich dem einfach lieber zusehe. Sympathie war vielleicht das falsche Wort, aber mir fällt gerade absolut kein anderer Begriff ein …

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