„Magie der Moore“


Nach „Das grüne Wunder“ kommt nun die neue Doku von Regisseur Jan Haft ins Kino. Diesmal führt der Regisseur an einen seiner Lieblingsorte; das Moor.

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©Polyband/WVG

Eine Dokumentation ist dann eine gute Doku, wenn sie es schafft, interessante Informationen einprägbar zu vermitteln. Meist schafft sie so etwas, indem sie diese durch eindrucksvolle Bilder und eine beruhigende, sanftmütige Erzählerstimme übermittelt. Bei „Magie der Moore“ ist dies nicht der Fall. Die Aufnahmen im Moor sind selten wirklich gelungen, der Schnitt und die Reihenfolge der einzelnen Unterthemen schwach und chaotisch angeordnet. Es fällt wirklich schwer, bei dieser Doku den Überblick über die gegebenen Informationen zu behalten, obwohl man wirklich merkt, dass Regisseur Jan Haft das Thema Moor fasziniert. Seine Dokumentation darüber wirkt hingegen so, als wolle er mit allen Mitteln versuchen den Zuschauer ebenfalls dafür zu begeistern. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Doku aus unglaublich vielen Zeitlupenaufnahmen besteht. Das ist grundsätzlich nichts Schlimmes, doch wenn man es schafft, 10 Minuten zusätzliche Filmzeit damit zu schinden immer und immer wieder das Gleiche zu zeigen, dann hat man irgendwas falsch gemacht, besonders dann, wenn man laut eigenen Aussagen 250 Stunden Rohmaterial gefilmt hat. Zudem wirkt die am Ende übermittelte, kritische Botschaft in ihrer Übertragung sehr gewollt, sodass man nicht das Gefühl hat, diese Doku selbst hat es geschafft, diesen einen, kritischen Gedanken ins Hirn zu setzen, sondern nur die Stimme Axel Milbergs, die fast schon aggressiv versucht, dir diese Botschaft ins Hirn zu brennen. Dass durch „Magie der Moore“ von Tatort-Kommissar Axel „Borowski“ Milberg höchstpersönlich geführt wird ist ein schwacher Trost in Anbetracht der eintönigen Aufnahmen.

Trotz Jan Hafts sichtlicher Faszination für das Moor schafft es diese fünfjährige Produktion nicht, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Schade, denn irgendetwas sagt mir, dass hier mehr in der Post-Production als am Set versagt wurde.

Magie der Moore

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