„Der schwarze Falke“


Texas 1868: Der Bürgerkriegsveteran Ethan Edwards besucht nach seiner Heimkehr aus dem Krieg seinen Bruder Aaron und dessen Frau Martha. Doch als er auf der Ranch der beiden ankommt, findet er seinen Bruder und seine Schwägerin ermordet vor. Einzig seine Nichte Debbie hat überlebt und wurde von dem mordenden Indianerstamm entführt. Edwards macht sich von Rache beseelt auf den Weg um seine Nichte zu retten, begleitet wird er nur von seinem Neffen Martin. Eine langjährige Suche durch den Westen steht bevor …

TheSearchersopening
©MGM

Allein schon in der ersten Szene, in der eine Tür nach außen geöffnet wird, und die Kamera hinaus auf das wunderschöne Monument Valley zufährt, sorgt für eine Gänsehaut.
Generell wurde „Der schwarze Falke“ so ungeheuer schön gefilmt, dass man sich wirklich in seinen Bildern verliert; in den wunderschöne Aufnahmen des wilden Westens, von seiner Natur und von seinen Tieren, von seinen Städten, Bewohnern, von seiner ganzen Pracht. Noch dazu macht diese wundervolle und zugleich einzigartige Erzählweise, deren Zeitspanne mehrere Jahre beträgt, diesen Film zu einem Streifen, der seiner Zeit um Meilen voraus war, und auch heute noch mühelos mit jedem anderen Film konkurrieren kann. So gibt es für einen Western zum einen vollkommen untypische Szenen, beispielsweise eine, in der Wayne und sein Gefährte durch eine weiße Schneelandschaft reiten, und zum anderen wurde die teilweise durch Voice-Over erzählte Geschichte mit einfallsreichen, teils humorösen Facetten ausgeschmückt. John Wayne überzeugt in der Rolle des Ethan Edwards wie in keiner zuvor, denn dieser Charakter ist auf ihn zugeschnitten. Ohne Wayne würde Ethan Edwards nicht leben können. Kein Jimmy Steward oder Henry Fonda hätten den Duke in dieser Rolle ersetzen können. Denn Wayne macht Ethan zu einer ungeheuer interessanten Person, zu einer unberechenbaren, jähzornigen, hasserfüllten, aber auch gleichzeitig liebenswürdigen Person. Er verleiht seinem Charakter ungewöhnlich viel Tiefe, ganz anders als man es sonst von ihm gewohnt ist.

Selten wurde der Wilde Westen so episch, so gigantisch, so ungeheuer schön in Szene gesetzt. Danke John Ford, danke für diesen ultimativen Western!

Der schwarze Falke

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. jacker sagt:

    Wow, die Ausschnitte sehen schon stark aus. Das würde ich gerne auf ner 200qm Kinoleinwand sehen 🙂

    1. Marc sagt:

      Den Film musste unbedingt auf BluRay gucken, alles andere isn No-Go 😀 die Überarbeitung ist so ziemlich die beste die ich bisher sehen durfte 🙂

  2. Bogartus sagt:

    Hat dies auf Bogartus Welt rebloggt und kommentierte:
    Es ist wieder mal Zeit einen 10 von 10 Punkte-Film zu rebloggen! Meine Meinung dazu – der Film wird wohl in den Top 10 meiner Lieblings-Western Platz finden.

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