„Ricki – wie Familie so ist“


Dass Meryl Streep ein vielversprechendes musikalisches Talent hat bewies sie bereits einige Male eindrucksvoll in Filmen wie „Mamma Mia“ oder „Into the Woods“. Nun widmet sich die dreifache Oscar-Preisträgerin einem anderen Genre der Musik; dem Rock.

(c) Sony Pictures
© Sony Pictures

Ricki Rendazzo ist eine 54-jährige Rocksängerin, die ihr Leben ganz der Musik und ihrer Band ‘The Flash‘ gewidmet hat. Das war nicht immer so, denn einst war sie mit Pete Brummel verheiratet, hat sich aber gegen ihn und die gemeinsamen Kinder und für ihre Karriere als Rockstar entschieden. Als Pete sie plötzlich anruft und ihr berichtet, dass ihre Tochter Julie von ihrem frisch geheirateten Ehemann verlassen wurde, erwachen in Ricki wieder die Familien- und Mutterinstinkte. Doch ihre Kinder sind nicht erfreut, dass sie so plötzlich nach all den Jahren wieder auftaucht.

Schon schauspielerisch bekommt man bei „Ricki“ mehr geboten als man es nach den eher mauen Trailern vermutet hätte. Ganz besonders Mamie Gummer als Filmtochter von Meryl Streep bietet eine sehr souveräne Leistung, und hat obendrein auch noch eine Gewisse Ähnlichkeit mit Streep, was ihre Rolle umso glaubhafter macht. Ansonsten agieren Streep sowie Kevin Kline sehr harmonisch, wobei Streep ihren Schwerpunkt mehr auf Stimme als auf Schauspiel legt. Dies kommt besonders während der mitreißenden Musikszenen schön zur Geltung, denn wenn die Meryl die Bühne rockt, dann rockt sie zugleich den Kinosaal und begeistert alle Insassen.

Wenn im Film nicht gerockt und mitgerissen wird, dann trifft man entweder auf sehr emotionale Passagen, die einem dann auch mal ein Tränchen entlocken können oder auf den einen oder anderen Witz. Das Tolle an dem Humor ist hierbei, dass sowohl rabenschwarze wie auch charmante Komik wunderbar dosiert Platz in diesem Film finden. Zudem findet, wer suchet jede Menge versteckten Wortwitz. Genau aus diesem Grund fällt es auch nicht einfach, „Ricki“ einem Genre zuzuordnen, denn all die genannten Parteien sind absolut gleichmäßig verteilt worden, sodass keine überwiegt.

Im Gegensatz zum Genre ist jedoch gewiss; nach dem Film wird man garantiert mit einem breiten Grinsen und einem leichten Herzen den Saal verlassen.

Ricki

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. jacker sagt:

    Ich finde es ja witzig, wie Streep (die ja Mitte 60 ist) in der Maske mittlerweile einfach mal von fünfzig bis über 80 Jahre alt geschminkt wird. Und irgendwie glaubt man es auch…

    1. Marc sagt:

      Sie verkörpert die Rollen aber auch immer sehr toll 😉

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