„Straight Outta Compton“


Ladies and Gentleman; der erste heiße Kandidat für die kommende Oscar-Verleihung deutet sich an!

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©Universal

„Straight Outta Compton“ ist nicht, nach was es im Trailer aussieht. Anstatt, wie man vielleicht vermutet hat, einen Musik- bzw. Partyfilm über die Gruppe N.W.A. zu sehen, bekommt man ein unglaublich gefühlvolles, mitreißendes und packendes Drama geliefert, dass sich viel weniger mit der Musik „Rap“ und der Gruppe der ‚Niggaz Wit Attitudes‘ als mit den einzelnen Mitgliedern derer beschäftigt. Man bekommt Einblicke in das Leben eines jeden einzelnen gewährt, Einblicke in die Gefühle und Gedanken. Dabei wird keines der Mitglieder vernachlässigt, und so gibt es in „Straight Outta Compton“ auch keine alleinige Hauptfigur.

Neben den hervorragenden Schauspieler, u. a. Ice Cubes Sohn in der Rolle seines eigenen Vaters, wirkt der Film so unglaublich authentisch, weil Regisseur F. Gary Gray zum einen großer Verehrer N.W.A.s ist, da er selbst unter ganz ähnlichen Bedingungen aufwuchs wie sie damals und die Musik auch sein Leben repräsentierte, und zum anderen, weil er, nachdem Ice Cube ihn gefragt hatte, ob er diesen Film drehen würde, nur unter der Bedingung zustimmte, wenn man ihm „[…] access to O’Shea Jackson, Andre Young and Eric Wright“ geben würde. Das Resultat beweist, dass seinem Wunsch Folge geleistet wurde.

Denn trotz einer Laufzeit von ungeheuren zweieinhalb Stunden, die sich besonders bei Biopics sehr häufig bemerkbar machen kann, läuft „Straight Outta Compton“ flüssig und längenlos von Anfang bis Ende, ohne dass sich der Film auch nur ein einziges Mal im Belanglosen verliert, denn die in diesem Film behandelten Themen (u.a. auch Rassismus und polizeiliche Gewalt gegen speziell Afroamerikaner) füllen die 147 Minuten wunderbar aus.

Straight-Outta-Compton-trio
©Universal

Doch was „Straight Outta Compton“ wirklich zu einem außergewöhnlichen Film macht, ist die Tatsache, dass der Film begeistern kann, auch wenn man das Genre „Rap“ verabscheut! Er schafft es, Leute anzusprechen, die sich mit diesem Musikstil überhaupt nicht identifizieren können, eben deshalb, weil es sich hierbei nicht um einen Musikfilm sondern um ein biographisches Drama handelt! Und wenn ein Film es schafft, jemanden für ein Thema, dem er vorher abgeneigt gegenüber war zu begeistern, dann hat er etwas geschafft, was viele andere Streifen nicht von sich behaupten können. Liebe Academy; ein ganz heißer Anwärter für die Oscar-Verleihung 2016!

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. filmschrott sagt:

    Anfangs hatte ich je eher weniger Bock drauf, aber als ich dann vor einiger Zeit las, dass F. Gary Gray den Spaß macht, war ich dann doch Feuer und Flamme. Schließlich hat der Mann auch den nach wie vor großartigen Boyz N The Hood gemacht.
    Meine Hip Hop Jahre liegen zwar weit hinter mir, aber gerade diese Jungs hatten doch großen Anteil daran. Werde ich mir definitiv mal angucken.

    1. Marc sagt:

      Dann sollte der Film dir eigentlich auch super gefallen 🙂

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