„Mission Impossible – Rogue Nation“


Ethan Hunt ist zurück! In seiner neusten Mission muss er nach der Auflösung des IMFs durch das Pentagon die Spur des geheimnisvollen und hochgefährlichen „Syndikats“ verfolgen, einer Organisation, welche Jagd auf ihn gemacht hat. An seiner Seite steht neben seinem Team einzig die mysteriöse Frau Ilsa. Eine unmöglich erscheinende Mission beginnt.

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©Paramount

„Mission Impossible – Rogue Nation“ beginnt imposant mit einem an der Außenwand eines Flugzeugs hängenden Tom Cruise. Dass dieser Stunt CGI-frei gedreht wurde, erkennt man sofort, wenn man die billigen Effekte des Actiongenres der letzten Jahre einmal genauer betrachtet. Mit dem Wissen, dass sich der kleine Tom wirklich in schwindelerregender Höhe außen an einem Flugzeug festklammert bekommt man selbst einen Adrenalinschub, der wohl ganz ähnlich sein muss wie der von Cruise während der Dreharbeiten. Leider verliert sich der Film in der nächsten halben Stunde im Belanglosen. Dialog reiht sich an Dialog, langweilige und kleine, unspektakuläre Actionszenen treten in die Fußstapfen der grandiosen Eröffnungssequenz. Die ab diesem Punkt aufgebaute Story ist leider ab dem Moment ihrer Entfaltung absolut vorhersehbar, und so wartet man eine gefühlte Ewigkeit, bis die Handlung in Form von Action, einem Sprunges in ein Wassersicherheitsbecken, wieder einsetzt. Zwar kommt man auch während dieser Sequenz niemals an das Intro heran, dennoch erzeugt Regisseur McQuarrie hier zumindest etwas Atmosphäre, welche auch in der darauf folgenden Actionsequenz aufrechterhalten werden kann. Ab diesem Punkt macht „Mission Impossible“ wieder Spaß, denn das ist ganz genau das, was man sehen möchte.

Doch erneut gelingt es dem Streifen nicht, Atmosphäre und Spannung zu erhalten, denn das Finale besteht im Grunde nur aus einer halben Stunde Dialog. Kaum ein Schusswechsel oder gar eine Explosion. Kein Riesenparkhaus wie in „Ghost Protocoll“, keine halbstündige Verfolgungsjagd mit geilem Sound wie in John Woos zweiter unmöglichen Mission. Apropos Sound; das klassische Mission Impossible Thema, das wirklich in nahezu jeder Szene auftaucht, ganz gleich ob Action oder Dialog, fällt einem nach nicht mal der Hälfte des Filmes so gehörig auf die Nerven, dass es dann, wenn es wirklich gebraucht wird, keine Wirkung mehr versprüht.

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©Paramount

Tom Cruise sehen wir gewohnt cool, ebenso sein übliches Team bestehend aus Simon Pegg, Ving Rhames und Jeremy Renner, wobei die beiden letzteren sehr lustlos agieren. Gleiches gilt für Alec Baldwin, der hier die Rolle des CIA-Chefs übernimmt. Der Bösewicht, gespielt von Sean Harris, ist weitaus uncharismatischer als Michael Nyqvist oder Philip Seymour Hoffman in den vorigen beiden Filmen, und auch die Art seines Abscheidens lässt zu wünschen übrig.

„Mission Impossible – Rogue Nation“ ist, trotz handgemachter Action und Stunts aufgrund der miesen Dosierung derer der wohl Schwächste Teil der Reihe. Außerdem merkt man inzwischen, dass Tom Cruise langsam zu alt für die Rolle des Superagenten wird. Ob er noch zum sechsten Mal eine unmögliche Mission erfüllen wird bleibt abzuwarten.

Mission Impossible - Rogue Nation Kopie

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. dagobert sagt:

    dieser tom cruise wird mir langsam unheimlich. hier hängt er an einem flugzeug, fährt moped wie „the doctor“ in seinen besten tagen und im nächsten film geht er übers wasser! muss schon was dran sein an scientology 🙂

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