„Terminator“


Zwischen Mensch und Maschine herrscht Krieg. Um diesen zu gewinnen, entsenden die Computergehirne einen Cyborg, einen Terminator zurück durch die Zeit ins Jahr 1984. Seine Mission; die Terminierung von Sarah Conner, die in naher Zukunft einen Sohn namens John gebären wird. John Connors Schicksal ist es, im Krieg als Anführer der verbliebenen Menschen zu dienen, und ihnen zum Sieg über die technischen Biester zu verhelfen. Durch Sarah Conners Eliminierung wollen die Maschinen die Geburt von John verhindern, um so den Krieg für sich zu entscheiden. Doch auch John Connor hat einen Plan; er schickt seinen Soldaten Kyle Reese ebenfalls zurück durch die Zeit, um  jene bevorstehende Terminierung zu verhindern.

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©20th Century Fox

Bereits in den ersten Minuten offenbart „Terminator“ dem Zuschauer seine wunderbar unheimliche, düstere Atmosphäre. Denn genau davon lebt der Film, von seiner eindringlichen Atmosphäre, auf die ich später nochmal genauer eingehen werde. Wir sehen futuristische Kampfflugzeuge, wir sehen gewaltige Maschinen über den Erdboden rollen, wir sehen hilflose Rebellen, die versuchen sich der Übermacht an kybernetischen Organismen zu stellen.

Ein Schnitt – die Opening Credits rattern zwei wundervolle Minuten mit dem kalten, elektronischen Terminator-Soundtrack über die Leinwand, ehe diese Prozedur von dem gewaltigen Schriftzug „The Terminator“ beendet wird.

Nächste Szene – der T-800, grandios gespielt von Arnold Schwarzenegger taucht nackt aus den Blitzen der Nacht auf. Er erhebt sich, sein Blick wachsam. Er blickt sich um, scannt mit seinen Sensoren die Umgebung. Man merkt sofort, dass dieses Ding kein Mensch sein kann.

Wortkarg, mit Shotgun und Uzi-9mm bewaffnet macht sich der Cyborg auf, um seine Mission zu erfüllen; Sarah Conner zu terminieren. Doch diese bekommt schnell Wind von ihrem Verfolger, und verschanzt sich im Club „Tech-Noir“. Und die Minuten in diesem Club zeigen wohl am besten, weshalb der Terminator mehr ist als bloß ein Actionfilm.

Der Bass der im Club gespielten Musik ist laut und zugleich dumpf. Ein Gefühl, als befinden wir uns selbst just in diesem Moment im Tech-Noir. Überall Nebel. Überall tanzende Menschen. Sarah versucht, in der Menge unterzutauchen. Langsam und bedächtig drängelt sie sich durch die Menschenmasse. Regisseur Cameron filmt das Geschehen im Club über ihre Schulter. Wenige Augenblicke später betritt auch ihr Verfolger das Tech-Noir. Langsam, aber zielstrebig, streift der T-800 Sarah suchend durch den Club. Im Gegensatz zu Sarah filmt Cameron ihn von vorne aus der Froschperspektive. Dadurch wirkt er noch imposanter, noch furchteinflößender als ohnehin schon. Die Spannung ist schier unerträglich, denn alle Bewegungen der anwesenden Personen, den Terminator eingeschlossen, sind rhythmisch zum im Hintergrund laufenden Song „Burnin‘ in The Third Degree“. Als die Killermaschine schließlich Sarah erblickt, wird die Musik immer leiser, sie klingt immer ferner, der Hintergrund wird unscharf, nur noch Sarah und der Terminator sind klar erkennbar. Diese Kombination von Musik, Nebel, Kamera und Filmschnitt ergibt nicht weniger als eine der atmosphärischsten Szenen der Filmgeschichte.

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©20th Century Fox

Szenen wie die im Tech Noir sowie die unsterbliche Filmmusik von Brad Fiedel sorgen dafür, dass Terminator den Status des Meisterwerks zugeschrieben bekam. Aus heutiger Sicht mag zwar auf manch einen der Film durch den Einsatz der Stop-Motion-Technik nicht mehr ganz so atmosphärisch wirken wie damals, doch ich als jemand, der Stop-Motion viel viel lieber sieht als billige CGI-Effekte, bekomme bei jeder Sichtung des „Terminators“ ein Gefühl der Angst, ein Gefühl des Unbehagens. Denn „Terminator“ ist nicht weniger als der wohl beste Actionfilm, der bislang gedreht wurde.

Doch es wird nicht lange dauern, bis er zurückkehrt, der T-800, der Terminator. Denn das wird er morgen tun, in meiner Review zu „Terminator 2: Judgement Day“.

Terminator 1

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