„V/H/S: Viral“


In Los Angeles liefert sich die Polizei eine rasante Verfolgungsjagd mit einem Eiswagen, die für viel Aufsehen sorgt. Etliche Jugendliche filmen mit Videokameras  das Geschehen um den nächsten viralen Video-Hit einzufangen. Doch die sensationslüsternen Jugendlichen ahnen nicht, dass in tödliche Ereignisse hineingezogen werden.

©OFDB Filmworks

Bereits zum dritten Mal versammeln sich (mehr oder weniger) bekannte Horrorfilmregisseure, um ihre kleinen Kurzfilmsegmente für die erfolgreiche V/H/S-Reihe zu kombinieren. V/H/S: Viral setzt dabei jedoch neue Prioritäten.

Während primär der erste Film des Franchises versuchte spannende Atmosphäre mit seinen einzelnen Videos zu erzeugen, brach nach einer spannenden ersten Episode im zweiten Film ein amüsantes Splatterinferno aus. Horror und Splatter bleiben in V/H/S: Viral jedoch aus. Die Kurzfilme wirken wie ein Wettbewerb der Regisseure, wer die meisten Abartigkeiten, abgefuckten Ideen und schwindelerregendsten Kamerafahrten in eine Viertelstunde Film integrieren konnte. Logik und Sinn sind ein Fremdwörter für diese Produktion, die man irgendwo zwischen Unterhaltung und Qual einordnen muss. Ein wahnsinniger Zauberer mit teuflischem Mantel, eine merkwürdige Reise durch mehrere Dimensionen und eine Gruppe junger Skater, die waghalsige Stunts aufnehmen wollen und dann einen ausartenden Kampf mit skelettierten Priestern haben, sind Episoden die sowohl filmisch als auch qualitativ unterschiedlicher nicht sein könnten. Daraus resultiert ebenfalls ein Kontrastprogramm, denn während man zwischenzeitlich gut unterhalten wird, wirkt die Ausuferung einzelner Erzählstrang für Längen, die in 80 Minuten definitiv nichts zu suchen haben. Auch die Verwacklung der Handkamera bekommt hier eine ganz neue Messlatte, denn wenn man das Gefühl hat, dass auch Reisetabletten diese Schwindelgefühle nicht unterdrücken können, steigert sich die Qual ins Unermessliche.

Potenzial war auch in Teil 3 vorhanden, wurde jedoch, im Gegensatz zu den Vorgängern, noch weniger genutzt und kann nur kurzzeitig amüsieren. Spannung und Horror sucht man vergebens. Dafür sieht man, wie abgefuckte Ideen als Selbstzweck abgefeiert werden und über filmische Qualität und Unterhaltung gestellt werden. V/H/S Viral ist kein Film den man sieht, man überlebt ihn.

VHSVIRAL
Altersfreigabe: 16
Laufzeit: 80 Minuten
Erscheint am: 24.03.2015
Uncut?: Ja
Wertung: 3/10
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