„Kingsman: The Secret Service“


Harry Hart alias Galahad ist Geheimagent bei den Kingsmen, einem nicht staatlichen Geheimdienst, dessen erklärte Aufgabe es ist, im Verborgenen für die Sicherheit der Welt zu sorgen. Als der Agent Lancelot getötet wird, schlägt Hart Gary „Eggsy“ Unwin, einen hochintelligenten, aber vom rechten Weg abgekommenen Teenager aus den Londoner Slums, dessen Vater ihm einst das Leben gerettet hat, zum Nachfolger Lancelots vor. Eggsy muss um sein Leben kämpfen, um sich gegen die von den anderen Kingsmen vorgeschlagene Elite Englands zu behaupten und sich Respekt zu verschaffen.

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©20th Century Fox

 Matthew Vaughn ist mittlerweile fest im Live Action Genre von Comics verankert und präsentiert auch mit Kingsman eine weitere Verfilmung von erwachsenen Bilderbüchern. Dabei fängt er nicht nur den typisch überzogenen Look von Comics ein, sondern schafft es auch mit seiner Inszenierung an klassische Agentenabenteuer zu erinnern. Dabei ist jedoch weder Narration noch Chrakterdarstellung ein großer Pluspunkt des Filmes, da bis auf zwei Ausnahmen (Eggsy und Harry) kaum ein Profil hinterlassen wird und eine strikte Einteilung zwischen unwichtigen Nebencharakteren, Sympathieträgern und Blutkatalysator herrscht. Es ist, wie üblich von Matthew Vaughn, eher die Inszenierung die Kingsman so grandios macht wie er ist. Wenn Prügeleien in schnellen Schnitten erfolgen, überzogene Brutalität auf den Zuschauer einschlägt und schrullige Effekte einen Old-School-Charme hinzufügen, ist das Herz des Fans reichlich bedient. Aufgrund der schrulligen Personen (Ein Bösewicht der kein Blut sehen kann, ein Mädchen mit Klingen statt Beinen), des leicht offensiven Witzes, der gelungenen musikalischen Untermalung und der unfassbaren Härte ensteht ein Film, der nicht nur einen lockeren Flow besitzt, sondern auch bei eine Laufzeit von über 2 Stunden keine einzige Länge besitzt. Kritisieren könnte man, dass Kingsman die Grenze von Gewalt besonders in einer Szene nahezu überschreitet und in einem filmischen Amoklauf ausartet wenn gleich mehrere Dutzend Menschen in einem Gefecht bestialisch niedergemetzelt werden.(Warum Kingsman ab 16 ist können wir uns auch nicht erklären) Ansonsten kann man Kingsman außer blassen Charakteren und durchschnittlicher Geschichte nicht viel ankreiden, es sei denn man ist der Gewalteruption nicht gewachsen. Kingsman ist ein unfassbar unterhaltsamer Old-School-Agentenfilm, der mit seiner ästhetisierten Action, den skurrilen Charakteren, dem gelungenen Witz und des Humors für zwei freche und unterhaltsame Stunden Kino sorgt. Und mit der Kirchenszene wurde sicherlich Filmgeschichte geschrieben, die sicher noch für einige kontroverse Diskussionen sorgen wird.

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Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn
Darsteller: Taron Egerton, Colin Firth, Samuel L. Jackson
Altersfreigabe: 16 (ein Wunder!)
Lauflänge: 129 Minuten
Bewertung: 8/10

Empfehlung des Monats!

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