„Lucy“


Während eines Party-Urlaubs in Taipeh gerät US-Studentin Lucy  in die Fänge des mysteriösen Mr. Chang. Für ihn soll sie eine neuartige Droge nach Europa schmuggeln, die ihr gewaltsam in den Bauch implantiert wird. Als sie sich wehrt, gelangt die gefährliche Substanz in ihren Blutkreislauf und Lucy entwickelt übermenschliche Fähigkeiten.

Tim´s Meinung

„Lucy“ ist nichts weiter als ausgemachter Schwachsinn. Aber anstatt sich mit seiner grenzen sprengenden Dummheit zu Frieden zu geben, meint Luc Besson aus einer gänzlich unerklärlichen Laune heraus auch noch philosophischen Anspruch hegen zu müssen. Dabei funktioniert „Lucy“ ja noch nicht einmal als No-Brainer bzw. unterhaltsamer Actionfilm. Denn mit seiner kurzen Laufzeit von 89 Minuten ist er immer noch viel zu lang. Zudem geben sich alle Darsteller hier die Mühe, sich alle paar Szenen noch einmal zu untertreffen. „Lucy“ wäre gerne viel, ist letzten Endes aber nur Müll. An Stilmitteln vollkommen überladener High-End-Trash, ohne jedes realistische Selbstbewusstsein, für Matrix-Philosophen. Ganz klar einer der schlechtesten Filme, des vergangenen Jahres.

Sean´s Meinung

Wenn es ein Künstler wäre, der die völlig zusammengesponnene Geschichte von Lucy verfilmt hätte, wäre das Publikum begeistert gewesen von der Realisierung dieser Geschichte um einen Menschen, der aufgrund einer Superdroge transzendent wird. Nun hat jedoch Luc Besson diesen Film gemacht und bieten ihn mit seinen eigenen stilistischen Mitteln dar. Hier stimmt vorne und hinten nichts und so rattert Regisseur Luc Besson in knapp 90 Minuten eine eigene Interpretation der Evolutionstheorie durch den Bildschirm und verfeinert das Gesamtbild mit der Integrierung von pulsierenden Verfolgungsjagden, optischen Verzerrungen und allerlei Übernatürliches. Lucy ist Highbudget-Trash vom allerfeinsten, vermag es jedoch nie mehr zu sein. Wenn die 90 Minuten im Fluge am Zuschauer vorbeigerauscht sind, bleibt einem nicht mal mehr Zeit über die Doofheit nachzudenken, die man soeben noch mit den Augen wahrgenommen hat. Großes Erzählkino, intelligente Narration, cineastischen Anspruch, all dies sucht man vergebens und genau darin liegt der Reiz von Lucy. Wer sich nicht in den bildgewaltigen Aufnahmen, epileptischen Schnitten und knackigen Actionsequenzen verloren hat wird feststellen, dass Lucy absoluter Mist ist. Allerdings diese Art von Nonsens, die verdammt unterhält und die eigentlich gar nicht hinterfragt werden will. Ein dolles Ding!

Lucy

Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson
Darsteller: Scarlett Johansson, Morgan Freeman, Min-Sik Choi
Altersfreigabe: 12
Lauflänge: 89 Minuten
Wertung Tim: 2,5/10
Wertung Sean:7/10

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