„Swelter – Gier. Rache. Erlösung.“


Nach einem 10 Millionen Dollar Raub, werden vier der Ganoven eingebuchtet und einer für tot gehalten. Dieser überlebt jedoch und ist 10 Jahre später Sherrif einer Kleinstadt in der Wüste. Doch seine ehemaligen Komplizen haben eine Rechnung zu begleichen.

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©EuroVideo

Der olle Jean-Claude Van Damme hat ja bekanntlich seine besten Tage hinter sich gelassen. Wie DTV-Obertrantüte Steven Segal stolpert auch er nur noch in billigen B-Movies herum. Allerdings hat die Vergangenheit bewiesen, dass grade in unseren Zeiten, eben jene eine gelungene und nicht zwingend qualitativ minderwertige Abwechslung zur doch sehr eintönigen Kinokost darstellen können.
Das Drehbuch stammt von Keith Parmer, einem unbekannten Regisseur aus der DTV-Ecke, der ebenfalls Regie führte. „Swelter“ stellt dessen zweite Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Lennie James dar, der einem breiteren Publikum eher durch seine Rollen in Guy Ritchies „Snatch“ oder der Serie „The Walking Dead“ bekannt sein dürfte. Ansiedeln wollte Parmer das Werk scheinbar irgendwo zwischen Oldschool-Rachethriller und Neo-Western. Die Hommagen an diese Genres fallen jedoch viel zu plump aus und erinnern doch viel zu stark an die Vorbilder. „Never remind you’re audience in the middle of your crapy movie of a better movie.“ Diesen Satz sollte sich Parmer verinnerlichen. Tatsächlich gibt es sogar die ein oder anderen Stellen, die Ansatzweise gelungen sind; sie scheitern in weiterer Folge aber an der absolut dilettantischen Ausführung, welche ästhetisch so dermaßen uninspiriert ist, sodass sich einem der Vergleich mit einer durchschnittlichen CSI-Episode aufdrängt.
Die Charaktere, welche interessant hätten werden können, hätte man auch nur einen Scheiß um sie gegeben, werden von ihren Darstellern lustlos dargeboten. Selbst ein eigentlich talentierter Schauspieler wie Alfred Molina, bleibt blass und wirkt so als wüsste er eigentlich gar nicht, was er am Set wollte. Einzig Lennie James weiß durch sein Charisma zu überzeugen. Auch von der Atmosphäre, die aufgrund des passend gewählten Setting eigentlich mühelos hätte kreiert werden können, geht dank der fatalen Unfähigkeit des Regisseurs flöten.
„Swelter“ ist wie ein Wüstenkaff; viel heiße Luft, trocken, hässlich und man möchte den Aufenthalt(die Sichtung) schnellstens beenden. Wer auf Prätentionsquark in TV-Optik steht sollte tatsächlich einen Blick riskieren, auch Ultrahardcore Fans des Belgiers sollten den Gang zur Videothek wagen, wenn sie auch herbe enttäuscht werden, ansonsten sollte man „Swelter – Gier. Rache. Erlösung.“ eher meiden.

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Regie: Keith Parmer
Drehbuch: Keith Parmer
Darsteller: Lennie James, Jean-Claude van Damme, Alfred Molina ua.
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Wertung: 3.0/10.0
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