„Die 36 Kammern der Shaolin“


Wer Kung-Fu meistern will, muss leiden! Bevor man sich Shaolin-Kung-Fu Meister nennen darf, muss man zuerst die 35 Kammern der Shaolin durchlaufen. Auch eine Erfahrung, die der junge San Te machen muss. Denn dieser will die Kampfkunst erlernen um gegen das tyrannische Regime zu kämpfen.

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©Lighthouse

Einem gewissen Kultregisseur ist es wohl geschuldet, dass man tatsächlich wieder vergangene und vor allem unbekannte Schätze in den DVD-Regalen großer Elektronik-Märkter wieder häufiger findet. Dieser Kultregisseur erweckte nämlich 2003 und 2004 mit seiner Asia-Kino-Hommage „Kill Bill“ durch die Rollen des Johnny Mo und des Pai Mei das Interesse an „Die 36 Kammern der Shaolin“-Darsteller Gordon Liu wieder neu.

1978, mit gerade einmal 23 Jahren, ergatterte dieser nämlich die Hauptrolle in einem sogar in unseren westlichen Gefilden bekannten Martial-Arts-Klassiker. In diesem spielt er einen jungen Chinesen der unter der Gewaltherrschaft der Tataren zu leiden hat und letzten Endes beschließt Shaolin-Mönch zu werden um seine Landsleute zu befreien. Regisseur Chia-Liang Liu ist sich seinen Schwächen bewusst. Dramaturgisch weiß der Film nicht viel zu bieten, bis auf Protagonist San Te bleiben alle Charaktere blasse und größtenteils uninteressante Abziehbilder. Auch die Bösewichter bleiben weitestgehend uninteressant und können keine ernst zunehmende Bedrohung ausstrahlen. Immerhin taugen sie genug für die furiosen Kung-Fu-Kämpfe die in ihrer Dynamik und Schauwerten modernen Produktionen in nichts nachstehen.

Besonders interessant ist der Film vor allem im zweiten Akt, während der Lehrjahre des jungen San Te, wenn von dessen Entwicklung zum Meister erzählt wird. Dann kann weiß der Streifen vor allem durch gute alte Martial-Arts-Philosophie zu punkten. Denn am Ende des Tages ist es die Demut und der Wille zu aller erst sich selbst zu besiegen das, was den Krieger ausmacht.

„Die 36 Kammern der Shaolin“ ist ein Film der vor allem auf deutsch doch schon mit einem leicht trashigen Charme daher kommt. Hauptdarsteller Gordon Liu ist vor allem dann ein Meister seines Fachs, wenn er seinen kleinen durchtrainierten Körper für sich sprechen lässt – generell sei es noch einmal aufs Ausdrücklichste erwähnt: Die Kämpfe im Film sind ein Wahnsinn! Ein Film auf dessen Charme man sich womöglich erst einlassen muss, der allerdings besonders für Freunde guter alter asiatischer Haudrauf-Action ein absoluter Muss ist!

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Regie: Chia-Liang Liu
Drehbuch: Kuang Ni
Darsteller: Gordon Liu, Lieh Lo ua.
Altersfreigabe: 16
Laufzeit: 111 Minuten
Wertung: 7.0/10.0
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