„Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“


In seinem vorerst letzten Abenteuer gilt es für Indiana Jones das Werk seines Vaters vollenden, welcher seinen ganzes Leben lang den Heiligen Gral suchte und kurzerhand von den Nazis entführt wurde.

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©Paramount

Ein halbes Jahrzehnt nach Indys okkultem Ausflug nach Indien, wurde, bevor man 2008 den unnötigen vierten Teil nachlegte, die Trilogie, die von da an viele Generationen prägte zu einem glorreichen Ende gebracht. Wieder mit ebenso vielen Zitaten, Anspielungen und legendären, die mittlerweile alle Eintragung in die Filmanalen gefunden haben.

Indiana Jones als Protagonist, wurde in diesem Teil mit einem ganz anderen Sidekick ausgestattet als im ersten Teil, was gleichzeitig auch die größte Stärke des Films ist. Dieser Sidekick ist nämlich der von Sean Connery brillant verkörperter Vater. Es gelingt Spielberg in den Abschluss seiner Archäologen-Trilogie sogar Tiefgang zu verleihen. Dieser ist natürlich immer noch recht oberflächlich, doch im Gegensatz zu den puren Abenteuer-Actionern, davor, tut es trotzdem einmal gut zu sehen, wie man sich neben dem Heiligen Gral auch auf die Suche nach einer wieder funktionierenden Vater-Sohn-Beziehung begibt.

Auch wenn der Film den ersten Akt im Prinzip zur Gänze verschwendet, da in diesen rund 25 Minuten gerade mal eine Minute maximal relevant ist, tut das nichts zur Sache, da es einfach in den Erzählfluss des Filmes passt und sich Spielberg auf fast schon kindlich verspielte Art und Weise der Neubelebung alter Klischees widmet, die im Innersten darüber hinweg sehen lassen, dass es sich um ein bloßes Ausfüllen von Laufzeit handelt. Ansonsten lässt sich über den grandiosen Abschluss der Trilogie nicht mehr sagen, als bereits über die anderen Teile gesagt wurde. Denn die Liebe zum Stoff und zum Detail aller Beteiligten, deren Herz und Seele, sowie die technische Erhabenheit in den rasanten Actionszenen haben sich kein bisschen geändert.

Möglicherweise schlägt dieser Teil den dritten um Haaresbreite. Mag das daran liegen, dass der Humor noch besser getimtet ist oder daran, dass aus diesem fast alle Elemente zur Gänze verbannt wurden, die heute etwas angestaubt und beinahe schon etwas lächerlich wirken. Jedenfalls wurde 18 Jahre vor der Ikonenschändung, die sich „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ nennt, der Trilogie ein perfekter Abschluss bereitet, der all den Kinozauber seiner Vorgänger einfängt.

 

Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Jeffrey Boam
Schauspieler: Harrison Ford, Sean Connery
Lauflänge: 127 Minuten
Altersfreigabe: 12
Produktionsjahr: 1989
Wertung: 8.0/10.0
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