„Anomaly – Jede Minute Zählt“


Ryan findet sich in merkwürdigen Situationen wieder. Er verliert sein bewusstsein, nur um an anderen orten wieder aufzuwachen. Zwischen den Ortwechseln bleiben ihm jeweils nur 9 Minuten und 47 Sekunden um herauszufinden was los ist.

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© Universal Pictures

In einer Zeit in der die großen Blockbusterprodutkionen, die kleineren Filme immer mehr an den Rand drängen, ist es nicht verwunderlich, wenn Filme die vor 5 Jahren noch im Kino angelaufen wären, mittlerweile DTV-Veröffentlicht werden. Doch das Sigel DTV-Produktion ist längst kein Qualitätsmerkmal mehr. Die Direct-To-Video-Landschaft entwickelt sich immer mehr zu einer Spielwiese von Regisseuren, die mit unkonventionellen Ideen aufwarten und Stories, die zwar eine kleinere Zielgruppe ansprechen, doch umso interessanter sind. Nun zugegeben: Die Idee, die hinter „Anomaly – Jede Minute Zählt“ steckt ist auch nicht besonders originell, doch die Umsetzung von Produzent, Ideengeber, Hauptdarsteller und Regisseur Noel Clarke ist die, die den Film zu einem überdurchschnittlichen Streifen macht. Während sich Story und Action gekonnt die Wage halten, ist weder die eine zu dünn, noch die andere zu unspektakulär. Natürlich findet man in einem Film dieser Budget-Klasse keine explodierenden Hochhäuser, doch die Martial-Arts lastigen Kämpfe wissen zu begeistern. In den meist ohne Schnitt gefilmten Prügle-Sequenzen stehen Zeitlupen und Zeitraffern im ständigen Wechselspiel zueinander. Zum einen ein Mittel um die fehlende Kohle zu kaschieren, zum anderen funktioniert es aber auch hervorragend. Untermalt sind diese Kämpfe von ziemlich guter Electro-Mucke, die in ihren besten Momenten an „Clubbed to the Death“ aus dem Matrix-Soundtrack erinnert.
Die Darsteller an sich, sind weder grottenschlecht, noch besonders gut. Doch irgendwie gibt es ganz schön was her, dass der Hauptdarsteller gerade eben nicht wie ein Top-Model aussieht und für Bademodewerbung macht. Mit Ian Somerhalder steht der Schönling, der mit seinem Charisma einiges an schauspielerischen Mängeln wieder wett macht, auf Seiten der Bösewichte. Der grandiose Brian Cox kommt leider viel zu kurz und auch der dritte und unbekannteste Hemsworth-Bruder wirkt teilweise eher deplatziert. „Anomaly – Jede Minute zählt“ ist durchgehend Unterhaltsam und erfüllt somit schon einmal das wichtigste Kriterium für einen Film dieser Art. Die Wege und Mittel das fehlende Budget zu übertünchen sind allesamt gelungen. Schauwerte bietet der Film jedenfalls genug. Und auch die Story ist nicht zu dumm. Ein Film, den es sich zu sehen lohnt.

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