„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“


Zwei außergewöhliche Teenager lernen sich kennen und lieben, obwohl beide an Krebs erkrankt sind. Gemeinsam scheinen sie die sie von innen heraus auffressende Krankheit zu besiegen.

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© 20th Century Fox

Darf man dem Hype um die John-Greene-Verfilmung „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ Glauben schenken, so ist diese eine der beeindruckendsten Filme zum Thema Krebs und Liebe, die es gibt. Die Romanvorlage schoss gleich nach Erscheinung an die Spitzen sämtlicher Jugendbücher-Bestsellerlisten und so ist es nicht verwunderlich, dass Hollywood mit der Verfilmung nicht lange auf sich warten lässt. Der Romanautor John Greene stand während der gesamten Dreharbeiten beratend zur Verfügung. Vielleicht ist dies auch ein Grund, weshalb der Film keinen eigenen „flow“ entwickelt. Stets wirkt „The Fault in our Stars“ sklavisch eingeschränkt und nur wie eine filmische Illustration. Während zu Beginn des Films noch groß getönt wird, dass dieser Film sich so gänzlich von anderen Genre-Vertretern unterscheiden werde, bewegt sich die Handlung mit atemberaubender Geschwindigkeit in einen Sumpf aus abgelutschten Klischees. Irgendwie schön, erfrischend oder gar originell ist hier gar nichts. Leider. Zu Anfang findet der Film klartextsprechend einen Weg den er beschreiten will, von dem er aber mit zunehmender Laufzeit immer weiter abdriftet. Shailene Woodley und Ansel Elgort würden gut spielen, würde nicht immer diese absolute Unglaubwürdigkeit der beiden als Liebende dazwischen stehen. Das Highlight ist immer noch ein gewisser Willem Dafoe, in der Rolle eines zurückgezogen lebenden Autors. Genug der Schelte. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist keine Vollkatastrophe. Ein paar Szenen sind durchaus gelungen und an manchen Stellen muss man durchaus lachen. Keiner wird aus diesem Film gehen und sich gelangweilt haben. Doch der bittere Nachgeschmack des Kitsches, in dem der Film versinkt, gemischt mit der Einfallslosigkeit auf visueller Ebene lassen „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ trotz des Hypes, unter dem man erdrückt wurde, im Geröll der Massenware untergehen.

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