„Halloween“


Nachdem er im zarten Alter von sechs Jahren seine große Schwester ermordete, wird Michael meyers in die Irrenanstalt eingewiesen, als er es schafft diese zu Verlassen macht er sich auf den Weg in seine alte Heimatstadt. Sein behandelnder Psychiater Dr. Loomis ist dem purem bösen stest auf den Fersen…

© Concorde

Nach all den in der Aktion besprochenen Klassikern des Horrorgenres nun diese Perle. Wie alle anderen großen Slasherfilme zog auch dieser unsägliche viele Sequels und Reboot-Versuche auf sich. Und der allgemeine Kanon ist der, wie bei anderen Horrorfranchises auch der, dass nichts über das Original geht.
Nach eigenen Angaben, wollte John Carpenter mit Halloween einen Film schaffen, der ähnlich wie „Der Exorzist“ eine Schockwirkung auf den Zuschauer erzielt. Ob er das Geschafft hat, sei jedem selbst überlassen. Nach einem starken Einstieg mit Plansequenz fällt die Spannung wieder ab, ohne jedoch je zu verschwinden. Besonders die Kamera ist es, die in der Ruhe vor dem Sturm irgendwie etwas unvertrautes, etwas störendes in die eigentliche Idylle des beschaulichen Kleinstädtchens integriert. Die Musik, von John Carpenter selbst komponiert, ist recht simpel gehalten, doch genau das tut dem Film gut.
Carpenter transportiert das unbesiegbare Böse, den entmenschlichten Schrecken, mitten zu uns. Es ist so, als würde die starke Hand des Michael Meyers selbst uns die Kehle zudrücken, wenn Carpenter an der Spannungskurve zieht. Die Anwesenheit des Killers ist in diesem Fall auch keine Omnipräsenz – zumindest nicht on screen. Die Auftritte des weißen Masken tragenden Suburb-Schnetzlers sind alle sehr Bedacht ausgewählt und immer punktgenau richtig getimet. Doch auch in seiner (vermeintlichen) Abwesenheit ist die Atmosphäre stets von einem Gefühl des diabolischen geschwängert. Es ist ein unerklärliches Übel, das über die Kleinstadt hereinbricht, uns genau das ist es, dass den Keim des Schreckens mit dem Gesicht eines kleinen Jungen begann, der seine Schwester ermordete.
Eine Perle unter all den Filmen, die sich zu Recht oder Unrecht Genreklassiker nennen. John Carpenter ist hier nicht weniger als ein absolutes Meisterwerk des Spannungsaufbau und der Atmosphäre erfunden. Der einzige mir spontan einfallende Film, der dies noch zu übertreffen vermag, ist Friedkins „Der Exorzist“. Eine absolute Empfehlung für Halloween – vielleicht auch im Doppelpack mit dem Dämonenaustreiber.

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