„Scream“


In Woodsboro wird die Schülerin Casey Becker von einem mysteriösen Telefonkiller umgebracht. Plötzlich wird die Stadt von Reportern heimgesucht und ist in den Medien publik. Die ruhmgeile Gale Weathers versucht indes die Killergeschichte aufzuklären. Doch der Ghostfacekiller hat bereits Sidney Prescott und ihre Freunde auf der Klinge.

© Studiocanal

Scream prägte mit seinem Ghostfacekiller die Horrofilmwelt und bot mit seiner Symbiose aus Horror, Blut und schwarzem Humor eine bis dato ungewohnte Variante des Gruslers. Außerdem prägte er ein gesamtes Subgenre erneut nach dem eigentlich Untergang. Auch bis heute hat Scream nichts von seinem Charme verloren und zeigt dem mittlerweile vorhandenen Übermaß an Teeniekillerfilmen wie es gemacht wird.

Dabei bedient sich auch Scream an der Klischees, die man erwartet. Strunzdoofe Teenager, die in ihren Hormonen starke Defizit aufweisen können, Aktionen bei denen man am liebsten laut brüllen möchte vor Abstrusität, aber dennoch liegt doch darin das Ziel der Filmemacher. Auch wenn Scream damals zu hart für den Jugendschutz war und auch  heute noch verhältnismäßig blutig wirkt, möchte er einfach nur Spaß. Die Klischeeausreizung, der Humor und die Geburt eines berühmten Maskenkults sorgten letztendlich auch für den Kultstatus des Filmes. Dennoch ist Scream ein im Minimalismus stehender Film, der spannend ist und nur durch ein Telefonat mehr Atmosphäre aufbringen kann als so mancher moderner Horrorfilm. Scream ist erfrischend, nimmt sich selbst nicht ernst und ist sich auf voller Lauflänge bewusst, dass er ein wandelndes Klischee ist. Doc hauch nicht Scream ist makellos. Vorallem braucht er nach dem fulminanten Beginn erst ein Weilchen, bis er richtig Fahrt aufnimmt. Gut jedoch, dass diese Temposteigerung nicht in einem stumpfen Blutbad endet, sondert immer noch die Contenance bewahrt.

Wer Scream noch nicht gesehen hat, hat den Vorreiter des modernen Slashers verpasst und einige Szenen die Filmgeschichte geschrieben haben. Scream ist ein stiltypischer und klischeehafter Horrorfilm und hat die Eier in der Hose auch dazu zu stehen! Wer neben einem Klassiker auch noch eine wilde Sause aus Blut, Messer, Humor und Geistermasken sehen möchte, sollte sich lieber bei Papi Scream melden, anstatt die neumodernen Schinken aus dem Schrank zu holen!

Empfehlenswert für Halloween weil: Die Geburtsstunde des popkulturellen Slashers ist ein wahres Fest für Horrorfreunde. Schockmomente, ein hoher Bodycount und Kult gepaart mit einer leichten und witzigen Inszenierung machen einfach Spaß in der Fright Night!

 

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