„Horns“


Ig führt ein ganz normales Leben mit seiner Freundin Merrin. Das Päärchen lebt in einer friedlichen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Als jedoch eines Tages Ig´s Freundin brutal ermordet wird, glaubt das gesamte Dorf, dass er der Täter ist. Doch nach einer merkwürdigen Nacht wachsen Ig plötzlich Hörner aus der Stirn, die sich nicht mehr entfernen lassen.

©Universal

 


Daniel Radcliffe mit Hörnern auf der Stirn statt Zauberstab in der Hand. Der Jungdasrsteller versucht wieder von seinem Image wegzukommen und darf in Alexandre Aja´s „Horns“ die Hauptrolle spielen.

Dabei kristallisiert sich direkt zu Beginn von Horns heraus, was er eigentlich ist. Eine ungewöhnliche Hybridisierung aus Horror und Witz. Regisseur Aja inszeniert die einfache Geschichte, die selbstverständlich narrativ nicht viel zu bieten hat, mit großem Fokus auf Style. Die Bilder wirken so als wäre man auf einem Drogentrip fernab der Realität, die Abwechslung aus unfassbar komischen Sequenzen und Blutbäder und die gelungene Verwendung der Musik machen Horns zu einem wahren Trip! „Where is my mind“ der Pixies während Daniel Radcliffe narkotisiert ist oder „Heroes“ von David Bowie während Ig mit seinen Freunden wie junge Helden Schabernack betreibt. Auch die Erzählung strotzt vor Ungewohntheit. Zwar katapultiert man den Zuschauer ohne große Vorowrte direkt ins Geschehen, bleibt jedoch nicht bei einer direkten Erzählung. Immer wieder gibt es Rückblicke, die der Investigation zur Aufklärung verhelfen. Dieses Stilmittel ist zwar schon längst nicht mehr unüblich, funktioniert aber auch hier.

Horns ist ausgelassen und nimmt kein Blatt vor den Mund. Mal schockt er durch blutigen Exzess, mal ist er komisch, mal sexistisch und dabei nie zu viel von einem. Makellos ist das Ganze jedoch nicht. Die Laufzeit von 2 Stunden ist spürbar, da die Belichtung einiger Geschehnisse unnötig ist. Außerdem übertreibt es Aja in einigen Szenen, da er die Merkwürdigkeiten der Einwohner überspitzt und somit einige Szenen überzogen aussehen lässt. Das Gesamtbild zieht das allerdings nicht runter.

Horns ist einer der ungewöhnlichsten Filme der letzten Jahre und sticht auch in der Karriere von Alexandre Aja hervor. Die optischen Spielereien, der mitnehmende Bilderrausch und die Mixtur aus Horror, Komik und Drama rundet Horns zu einem gelungenen und ausgelassenen Film ab! Schade nur, dass er mit seiner eigentlichen Geschichte erst zu spät in Gang kommt und das Tempo erst zum Schluss richtig steigert. Für Halloween ist Horns sicherlich einer der ungewöhnlichsten Filme, die man schauen kann. Wer den Reiz jedoch auf die Ungewohntheit legt bekommt mit Horns deftiges Futter. Verspielt, abfuckend und verdammt kurios.

Für deutsche Interessenten gibt es leider noch keinen Erscheinungstermin, jedoch eine Möglichkeit sich diesen Film anzusehen. Einfach einen amerikanischen Itunes Account erstellen! Dort kann man den Film im Store seit dem 6 Oktober ausleihen oder kaufen.

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