„Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre“


Eine Gruppe junger Leute im VW-Bus nimmt eine Anhalterin mit, die sich nach ein paar Minuten erschießt. Mit einer Leiche im Wagen beginnt eine schreckliche Odyssee durch das Nirgendwo, wo sie bald auf grastige Leute von der schlimmsten Sorte treffen.

© Constantin Film 

In einem Akt des puren Größenwahnsinns meinte Michael Bay 2003 also er müsse mit seiner Produktionsfirma sich nun an Klassikern des Horrorgenre vergreifen und diese neu zu verfilmen. Diese Remake-Welle, die sich neben Tobe Hoppers Klassiker, auch an Wes Cravens Albtraumkiller und dem Macheten-Mörder Jason Vorhees vergriff, nahm mit diesem Film ihren Anfang. Und was will man sagen: Das Projekt, dass sich mit dem so glorreichen Namen seines Produzenten schmückt ist Mist. Die Unfähigkeit Regisseurs Marcus Nispels eine spannende Geschichte zu erzählen ist absolut bemerkenswert. Abertausend Backwood-Slasher wurden bisher aufgrund der immer gleichen lächerlichen Klischees kritisiert und auch dieser Film sieht nicht ein, wieso er denn überhaupt irgendetwas anders machen sollte. Die Gruppe der fünf Teenager sind wieder einmal vollkommen interessant; Jessica Biel stümpert durch ihre als T-Shirts getarnte BHs tragende Hauptrolle und legte hier den Grundstein für eine mehr als Fragwürdige Filmografie.
Der ganze Film an sich, wenn man  diese Substanzlose Schlachterorgie, denn überhaupt als so einen bezeichnen kann, setzt darauf seine Zielgruppe mit billigem Torture-Porn zu schockieren. Eine solch grobschlächtige Einfallslosigkeit ist sonst nur in B-Movies die direkt für den DVD-Markt vorgesehen war. Doch selbst diese sind dem seelenlosen Müll unter Bays Namen zumindest einem Schritt voraus: Während diese beim Zuschauer zumindest hie und da noch ein müdes Lächeln hervorlocken legen, gehen die Mundwinkel beim Publikum bei diesen Machwerk einfach nur steil nach unten.
Dieser Film ist furchtbar schlecht; ganz, ganz großer Schund. Keine einzige Szene gibt es im Film, denen man irgendeine Form der Besonderheit attestieren könnte, nichts gibt es, dass man als Lichtblick beschreiben könnte. Ich will jedermann von diesem grauenhaftem Werk abraten – so viel Alkohol kann man nun wirklich nicht saufen, dass dieser Film gut wird. Hochglanz Schund in Musikvideoästhetik mit literweise Blut ohne jegliche Atmosphäre – Remake-Dünnpfiff vom Feinsten!

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