Cabin Fever


Eine Gruppe Jugendlicher macht sich auf zu einem Wochenende voller Spaß und Sex in einer Waldhütte. Doch bald schon vermehren sich die mysteriösen Ereignisse um eine geheimnisvolle Seuche, die allerlei Probleme mit sich bringt.

© Tiberius Film

Auch wenn Eli Roth dem breiten Publikum wohl eher als Bärenjude und nicht als Regisseur von B-Movies bekannt sein dürfte, ist besonders sein erster Film „Cabin Fever“ alles andere als zu verachten. Die Geschichte einer mysteriösen Seuche erzählend, die eine Gruppe von jungen Erwachsenen in einer Waldhütte dezimiert und psychisch zerstört, orientiert sich Eli Roth an Klassikern der 70er und 80er Jahre.
Auch wie sein Idol Tarantino findet er hierbei zwischen Zitaten und Referenzen seinen ganz eigenen Weg. Mit der Zeit entwickelt sich der Hüttenspaß zu einem kruden Mix aus Absurdität und Surrealismus. Der Ton den Roth findet ist beachtlich. Er arbeitet mit viel Humor, der von seichten Kifferwitzchen bis hin zu richtig makabren Pointen alles bietet. Die Gefahr aus dem Wald, irgendwo aus dem Unerfassbaren heraus in Form der Seuche entfaltet ihre Bedrohlichkeit mit jeder Minute. Hierbei sei die Verhaltensweise der Charaktere, eine besondere Stärke des Drehbuchs, zu loben, denn diese wirkt (fast) immer absolut nachvollziehbar und nie einfach nur als Mittel zum Zweck, wie es schon in viel zu vielen Genre-Ablegern geschah und es die Atmosphäre oftmals zerstörte.
Die darstellerischen Leistungen sind allesamt solide, soll heißen man stört sich zu keiner Zeit an den namenlosen Akteuren. Roth selbst, die treibende Kraft hinter dem gesamten Projekt, hat zudem einen äußerst amüsanten und komischen Cameo-Auftritt. Man merkt dem Film an, dass er mit seinem ganzen Herzblut bei der Sache war. Wenn man eines an Roths Pandemiespaß kritisieren kann, ist es wohl eine leichte Unausgeglichenheit und dass er in seiner Freude, die er am Set hatte wohl fast schon ein wenig zu viel in den Film bringen wollte.
Doch wie auch immer: Mit „Cabin Fever“ ist Eli Roth ein intelligenter und vor allem sehr humorvoller Beitrag zum Horror-Genre gelungen. Die B-Movie-Optik verstärkt die aufkommende Spannung zu jeder Zeit und besonders für einen Filmabend mit Freunden lässt sich „Cabin Fever“ wärmstens Empfehlen. Eine kleine Perle, die viel zu unbekannt ist.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. filmschrott sagt:

    Der steht bei mir auch noch auf dem Horrorctober-Plan. Da ich Roth für ziemlich unfähig halte, erwarte ich großen Müll.

  2. Ich fand den ja leider eher langweilig. Mhmm…

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