Land of the Dead


Eine Armee der Untoten beherrscht die Welt, und die letzten Überlebenden haben sich hinter den Mauern einer zerstörten Stadt verschanzt. Doch auch in der letzten Bastion der Menschheit herrscht Unruhe: Revolution liegt in der Luft, Straßenkämpfe sind an der Tagesordnung, und mit jeder Nacht, die verstreicht, entwickeln sich die Zombies vor den Toren der Stadt zu immer mächtigeren Kreaturen…

© Universal

Zwanzig Jahre nach seinem letzten Zombiefilm, kehrt Urvater der wandelnden Toten George A. Romero wieder zurück auf die große Leinwand. Obwohl das Drehbuch ursprünglich ein Entwurf für eine Verfilmung von „Resident Evil“ hätte sein sollen, wandelte er es um, damit es in sein Zombieversum passen würde. Und gleich vorneweg: Es ist Romeros schlechtester.

Wir begleiten Simon „The Mentalist“ Baker und Asia „Ich hab Titten und bin ansonsten nur hin weil mein Daddy Dario ist“ Argento durch ein maue Geschichte mit genügend Sidekicks ausgestattet. Obwohl das Grundszenario interessant ist – eine Gesellschaft ähnlich der römischen Unterteilung zwischen Plebejer und Patriziern hat sich formatiert – und auch der Aspekt guter Unterhaltung ist in vielen extrem gelungenen Szenen besonders in der ersten Hälfte gegeben. Doch das Romero-Typische geht hier doch irgendwie verloren. Alles ist zu sehr auf Endzeit-Zombie-Action getrimmt. Die Charaktere bleiben uninteressant und nerven größtenteils nur. Besonders fürchterlich ist Simon Baker, der alle zwei Minuten pseudophilosphische Sprüche klopft. Generell, treibt Romero seine Gesellschaftskritik hier sehr ad absurdum, prügelt sie mit dem Holzhammer auf den Zuschauer ein. Natürlich ist Romero immer noch ein Könner. Immer wieder blitzen kluge Einfälle auf, die hoffen lassen, dass es besser wird. Womöglich war es seine Angst im Neuen Jahrtausend mit dem Dawn-of-the-Dead-Remake oder „28 Days Later“ nicht mithalten zu können, die ihn oft zu zu absurden Bildern trieben, die eher plump als erschreckend oder gruselig wirken.
„Land of the Dead“ ist Gewiss ein zweischneidiges Schwert. Zeitweilig, zwar nicht über die gesamte Laufzeit hinweg, bietet Romero feine Unterhaltung und das Grundszenario bis zum Einsetzen des eigentlichen Plots ist interessant und würde einiges bieten – doch zu sehr beugt sich „Land of the Dead“ der Zeit, zu sehr will er ebenfalls ein cooler actionreicher Film sein, deshalb musste viel Flöten gehen, was aus „Land of the Dead“ einen schönen Romero Zombiekracher hätte machen können.

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