Zombie 2 – Day of the Dead


In der Nähe der kalifornischen Küste kreist ein Hubschrauber, der nach eventuellen überlebenden Ausschau hält. Nach trostloser Suche fliegt man zu der geheimen, unterirdischen Millitärbasis zurück. Dort lebt eine kleine Anzahl von Menschen, die sich aus Wissenschaftlern und Millitär zusammensetzt und Experimente an Zombies durchführen. Man will versuchen die lebenden Toten zu kontrollieren. Als die Versuche mit den Zombies immer noch keine Früchte tragen und der Chef herausfindet, dass einer seiner toten Männer von Oberarzt Frankenstein an einen Zombie verfüttert wurde, dreht er durch. Jetzt kämpfen die Wissenschaftlerin und ihre beiden verbliebenen Freunde gegen das Millitär und die Zombies…

© Laser Paradise

Der abschließende Teil der Romero-Zombietrilogie des letzten Jahrhunderts hat ebenso wie seine Vorgänger heute besonders unter Genrefans einen Kult- und Klassikerstatus. Nach der Nacht und der Morgendämmerung der Toten schließt sich Romeros dystopischer gesellschaftskritischer Kreis mit dem eindeutig besten Film der Reihe.
Wir begleiten durch den Film hindurch eine Gruppe von Wissenschaftlern und Militärs, die in einer unterirdischen Forschungsstation die Hintergründe der Zombie-Epidemie untersuchen. Romerotypisch entwickelt dieser das kammerspielartige Szenario zu einer Art Gesellschaftsstudie, die die Überlebenden in zwei Fraktionen aufspaltet. Dabei erleben wir vor allem deutliche Verbesserungen in fast jeder Hinsicht. Die Maske der Zombies bzw. deren ganzes Auftreten wirkt um einiges bedrohlicher und angsteinflößender als noch in „Dawn of the Dead“ späterer Rodriguez Buddy Tom Savini hat hier ganze Arbeit geleistet. Aber auch die Darsteller wirken allesamt glaubhafter und besser als im Vorgänger und schaffen es vor allem in den zwischenmenschlichen Situationen, seien es nun die ruhigen Momente oder jene voller geladener Aggression zwischen den Gruppierungen innerhalb der Komune.
Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle Joseph Pilato. Dieser gibt in der Rolle des Captain Rhodes einen absolut hassenswerten Antagonisten. Er verkörpert mit viel Overacting, welches jedoch nie stört, den Grund weshalb die Menschen, wohl nie an einem Feind von außen zu Grunde gehen werden, sondern immer nur an sich selbst. Romeros Szenario erreicht in „Zombie 2 – Day of the Dead“ seinen grandiosen Höhepunkt. Der beste Romero, ich möchte beinahe so weit gehen und ihn den besten Zombiefilm überhaupt nennen. Besonders all jenen, die nach einem perfekten Mix aus Splatter und Spannung für das Fest des Gruselns suchen, sei dieser Film besonders ans Herz gelegt, vor allem dann, wenn sie nicht vollkommen ihr Hirn auf Eis legen wollen.
Das (vorläufig“ letzte Kapitel in Romeros Zombie-Werk ist eine grandiose Gesellschaftsdystopie. Unterhaltsam, spannend, gruslig – kurzum: ein ausgezeichneter Horrofilm!

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