„Tanz der Teufel“


Tanz der Teufel – die Geschichte übernatürlicher Kräfte. Sie durchdringen die dunklen Räume der menschlichen Seele und rauben den Lebenden die Luft zum Atmen. Opfer dieses dämonischen Wahnsinns werden fünf Freunde, als sie im Keller einer einsamen Waldhütte ein mysteriöses Buch und einen Kassettenrekorder finden. Was die Freunde dann erleben ist jenseits allen menschlichen Vorstellungsvermögens. Ein Tanz der Teufel den scheinbar nur einer überleben kann…?

©Laser Paradise

1981 dachte sich Sam Raimi wohl, dass es sich Lohnt mit 5 Freunden, 375.000$, Knete und Ketchup in eine Waldhütte zu fahren, um (damals wahrscheinlich unwissentlich) einen der Kulthorrorfilme auf die Beine zu stellen. Anders als sein Nachfolger, der ausschließlich als Partyfilm fungiert, legt Tanz der Teufel seinen Fokus auf Atmosphäre und Spannung statt auf narrative Höhen. Und genau wegen seinem Minimalismus und der echten inszenatorischen Liebe ist Tanz der Teufel genau das, was er ist. Eine Symbiose aus echtem Horror, der während der gesamte Erzählung immer existenziell ist und Ekel, der ebenfalls ein wichtiges Stilmittel bleibt und niemals dem reinen Exzess dient.

Während die Protagonisten im Haus feststecken und der Horror sich langsam auf leisen Sohlen anschleicht und sich besonders wegen der gruseligen Hütte, die sich mitten im undurchdringlichen Wald befindet, mit einer unheimlichen Atmosphäre prägen darf, steigert sich fortlaufend und bleibt dadurch temporeich bis zum Schluss, auch wenn er nur eine knackige Laufzeit von 85 Minuten besitzt. Durch die Abwechslung von angsteinflößenden Bildern und blutigen Horrorszenen, die nicht umsonst damals für große Diskussionen sorgten, da sie vorallem für damalige Verhältnisse äußerst expilzit und gewagt waren (Baumvergewaltigung als kleines Beispiel) ist Tanz der´Teufel oft kopiert, aber niemals erreicht wurden. Ramis Meisterwerk zeichnet sich eben durch liebevoll gefertigte und vorallem handgemachte Effekte aus und einem rustikalen und trashigen Charme, der sich besonders in den Monstermasken und Kulissen reflektiert. In Tanz der Teufel steckt einfach jede Menge Liebe, Herzblut und Kontinuierlichkeit. Liebe, die sich auch auf den Zuschauer überträgt. Auch heute hat Tanz der Teufel immer noch nicht an seiner Intensität nachgelassen und sollte ein eigentlich Teil vom Pflichtprogramm für heranwachsende Horrorgeeks sein.

Unbedingt empfehlenswert für Halloween weil: Atmosphäre, Grusel, Ekel, eine prise Humor und eine gute Kameraführung. Tanz der Teufel kann jeden dieser Faktoren bieten und ist nicht umsonst einer der spannendsten Horrorfilme, die jemals gedreht wurden. Pflichtprogramm!

 

 

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