„Night of the Living Dead“


In der Provinz von Pennsylvania steigen Tote aus ihren Gräbern und machen sich mit kannibalistischen Motiven über die Landbevölkerung her. Eine Handvoll Durchreisender flüchtet in das abgelegene Haus einer höchst nervösen Kleinfamilie, wo man sich alsbald einer massiven Belagerung ausgesetzt sieht. Im Laufe einer turbulenten Nacht segnen sämtliche Eingeschlossenen das Zeitliche, wobei der letzte Überlebende als der einzige rational agierende Charakter bezeichnenderweise einer Kugel aus Polizeigewehren zum Opfer fällt.

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©Sedna Medien

Wenn es auch nicht der aller erste Zombiefilm war, so kann man „Night of the Living Dead“ doch als Wegbereiter und Geburtsstunde der Zombies sehen, so wie sie heute bekannt sind. Anstatt als Zauberwesen aus Spuckmärchen inszeniert ihn George A. Romero als Schrecken der unsere Zivilisation zu Grunde richtet. Ausschließlich von privaten Investoren finanziert, hatte niemand den Erfolg erträumt, den dieser Film schließlich zu verzeichnen hatte. Doch bis heute ist sein Klassikerstatus in und außerhalb des Horror- bzw. Zombiegenres unumstritten.
Die Geschichte des Films unterscheidet sich kaum von anderen Zombiefilmen (deren Existenz natürlich beinahe ausschließlich auf diesen Film zurückzuführen ist), ist sie doch in ihrer Beschaffenheit recht simpel. Doch es ist George A. Romero, der hier das Zepter in der Hand hält. Anstatt sich auf zu sehr auf dumpfe Splatter-Effekte und Schock-Momente zu verlassen, gelingt es ihm in seinem Film gruselige Spannungsmomente mit Gesellschaftskritik vom Feinsten zu kombinieren. Die Bedrohung von außen – und diese Zombies in schwarz-weiß wirken um einiges Angsteinflößender als so manche Make-Up-Ungetüme aus heutiger Zeit – zwingt die eingepferchten Lebenden ihre Masken fallen zu lassen. Ihr wahres ich preiszugeben. Witzig, wie schnell wir unsere Zivilisiertheit und im weiteren Sinne unsere menschlich-moralische Erhabenheit im Angesicht der Gefahr vergessen.
Die Schauspieler, allesamt No-Names, sind zu jeder Zeit glaubwürdig und agieren auf vor allem dafür, dass sie eigentlich nur Bekannte und Freunde von Romero waren, auf hohem Niveau. Diese stimmen allesamt und füllen ihre Rollen mit Bravur aus. Besonders zu erwähnen sein an dieser Stelle auch das von Romero und John A. Russo verfasste Skript zum Film, dass nicht zu viel will und sich seiner Einfachheit bewusst ist.
Abschließend ist zu sagen, dass überraschender Weise „Night of the Living Dead“ nach all den Jahren immer noch wunderbar funktioniert. Er sorgt für genügend Gruselmomente um als Horrofilm zu zählen, weißt aber auch genügend Tiefgang auf um über das Genre hinaus zu funktionieren. Ein Film, den man ganz klar gesehen haben sollte; vor allem wenn man auf alles was mit Zombies zu tun hat steht.

 

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