„Chucky- Die Mörderpuppe“


Mit der sprechenden Puppe Chucky erfüllt Karen Barcley ihrem Sohn seinen sehnlichsten Wunsch. Sie ahnt nicht, daß sie damit einen grauenvollen Alptraum heraufbeschwört. Als kurze Zeit später Andys Babysitterin tot aufgefunden wird und danach weitere unerklärliche Morde geschehen, wird der Junge als Täter verdächtigt. Niemand glaubt ihm, daß Chucky der wahre Killer sei – bis es zu spät ist. Denn auch ohne Batterien ist Chucky putzmunter und von der Seele eines Massenmörders besessen, entpuppt er sich als das unzerstörbare Böse.

Chucky 2 - Die Mörderpuppe ist wieder da
©20th Century Fox

Seit seinem ersten Auftritt im Jahre 1988 ist die kleine Puppe in die der Geist des Serienkillers Charles Lee Ray sich transferierte ist die fiese Mörderpuppe mit dem roten haar zu einer regelrechten Horrorikone geworden. Doch aus heutiger Sicht lässt sich dies nicht mehr nachvollziehen. Denn was sonstige Killer ausmacht, ihre scheinbare Unbesiegbarkeit, die einen Michael Meyers, einen Jason Vorhees oder meinen persönlichen Liebling, Freddy Krueger, auszeichnet, fehlt Chucky. Zwar suggeriert der Film andauernd, dass man ihn ja nur durch sein „menschliches“ Herz stoppen könne, doch wenn erwachsene Menschen keine Chance gegen eine wahrscheinlich keine halbe Kilo schwere Puppe haben, ist das nur noch eher unfreiwillig komisch als in irgendeiner Weiße gruselig. Mal ehrlich: Da stürmt diese halbe Portion auf die Alte zu und die kommt nicht auf die Idee den kleinen wegzukicken?
Doch dennoch muss man dem Film eines lassen, er unterhält beinahe die ganze Laufzeit hindurch, wenn auch wahrscheinlich auf eine andere Weise, als es vom Regisseur gewollt war. Bisweilen ist der Film von einem naiven Charme geprägt, es schwingt eine Art trashiger Flair der späten Achtziger mit. Dies ist es wohl, was den Zuschauer auf eine gewisse Form durchgehend bei der Stange hält, und nicht etwa die abscheulich schlechten Darsteller, die lächerlichen Dialoge oder eine der sonstigen tragischen Filmfiaskos, bei denen man oft beide Augen zu drücken muss.
Wenn auch dieser „Klassiker“ als Horrorfilm nicht funktioniert, kann man ihn sich eher als eine Art Slasherkomödie (?) bezeichnen und als solche kann man sich den Film durchaus antun. Richtige Gruselatmosphäre geschweige denn irgendeine Form von Spannung lässt sich im Film nicht auffinden, fiel eher ist es die ungewollte Komik des Films, die ihn unterhaltsam macht.

Für Fans von altbackenem „Horrorkult“ ein Muss, für alle anderen eher Stuss. Wer auf Zeitvertreib auf ist, dürfte er richtig sein, wer einen Atmosphärisch dichten Horrofilm für den 31. Oktober sucht, sollte lieber die Finger davon lassen.

Advertisements

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. filmschrott sagt:

    Ich frage mich bei dem Streifen ja immer als erstes, wer seinem Kind eigentlich so eine hässliche Puppe schenkt. Dafür gehört man auch abgestochen.

    1. Tim sagt:

      Naja, der Junge wollte das Ding ja uuuuuunbedingt haben 😉 Und bei dem unsympathischen Bengel hätte ich wohl keine Lust auf sein dauerndes Gemecker gehabt.

      1. filmschrott sagt:

        Daran wirds wohl liegen. Hauptsache das Blag hält die Backen. Da kauft man dann wohl jeden Scheiß. Naja, haben ja gesehen, was sie davon haben.

        Vielleicht ist das ganze ja sogar als Erziehungsratgeber konzipiert und niemand hat es bis heute gemerkt.

        Und dann kamen wir.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s