„Die Frau in Schwarz“


Der junge Anwalt Kipps gilt als verzichtbar in einer großen Londoner Kanzlei, weshalb gerade er den Auftrag bekommt, den sonst niemand annehmen will. In einem von Marschland umgebenen, völlig isolierten Anwesen soll er das Erbe der verstorbenen Besitzerin klären. Dort bemerkt Kipps rasch, dass er bei den Einheimischen nicht, bei einer gespenstischen Erscheinung aber durchaus willkommen ist. Denn wer immer auch die Frau in Schwarz zu Gesicht bekommt, löst bei ihr eine Reaktion aus, die Unschuldigen das Leben kostet.

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©Concorde

Bereits zum Beginn unserer 31 Days of Fright huldigen wir das klassische Spukhauskino mit einer gleichzeitigen Wiederauferstehung der alten Horrorfilmschmiede „Hammer Studios“. Die Frau in Schwarz ist eine Kinoadaption, die wieder klassisches Gruselfeeling aufkommen lässt und bewusst auf typische Effekthascherei verzichtet! Ein altes Haus, dass verrucht ist, viele dunkle Ecken birgt und schon durch die Lage in einem einsamen Moorgebiet zum Schaudern einlädt, ist Schausplatz des Spuks. Daniel Radcliffe versucht von seinem Zaubererimage wegzukommen und schafft das zumindest großteils, auch wenn ihm die reife Anwaltsrolle nicht Einhundertprozentig passt. So begibt er sich als Arthur Kipps auf Spurensuche im Haus der Frau und wird dort mit vielen Geheimnissen konfrontiert. Die Inszenierung ist über die gesamte Laufzeit äußerst atmosphärisch und stimmig inszeniert und statt den Holzhammer mit billigen Schockern zu schwingen, entschied sich James Watkins die alten Stilistik der Hammer Studios zu bewahren.

Viel mehr legt man den Fokus auf die Geräuschkulisse, verzichtet auf große Bltubäder und schockiert den Zuschauer mit einigen Schreckmomenten, wie man sie selten erlebt hat. Im Gegenteil, kaum jemand wird sicher dieser Furcht entziehen können. Auch Die Frau in Schwarz wird nicht sinnlos verpulvert, sondern vorerst nur fragmentiert gezeigt, bevor sie dann in den wohl gruseligsten 5 Minuten der letzten Jahre endlich gezeigt wird. Die Frau in Schwarz bietet nicht nur den alten Horrorhaudegen eine äußerst unheimliche Interpretation des Buches, sondern wird auch bei Leuten, die eher an die moderne Gewandtheit des Horrors gewohnt sind, für unruhige Erinnerung sorgen.

Unbedingt empfehlenswert für Halloween, weil: James Watkins präsentiert einen mit Liebe gemachten Horrorfilm, der großen Wert auf Charaktere und die Geschichte legt, dabei jedoch kein bisschen gruselige Atmosphäre einbüßen muss! Die Kulisse, die Schreckmomente und der klassische Reiz sind perfekt aufeinander abgestimmt und werden für eine unruhige Nacht sorgen.

 

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