„The Lego Movie“


Durchschnittsmann Emmet ist Bauarbeiter und befolgt alle Regeln, die von Präsident Lord Business aufgestellt wurden. Doch entdeckt er zufällig das magische „Widerstands-Teilchen“, woraufhin ihn Freiheitskämpferin Wyldstyle für den prophezeiten Retter Special hält, der den teuflischen Lord Business zu Fall bringen soll. Ihr gemeinsames Abenteuer führt sie u.a. in den Wilden Westen und nach Wolkenkuckucksheim, wo sie weitere Unterstützer ihrer Revolution treffen.

©lego.com

Mit Lego verbinde ich eine unfassbar kreative und ambitionierte Kindheit, in der die eckigen Bauklötzchen immer ein Symbol der Selbstständigkeit waren. Durch Bildanleitungen erschuf man wahre Wunderwerke und nutzte diese ebenso als Gegenstände der Zerstörung. Wer konnte denn damals der Versuchung widerstehen, Hochhäuser nicht einstürzen zu lassen oder die vorher mühsam zusammengebauten Fahrzeuge in Unfälle zu verwickeln? Vermutlich hatten die beiden Kindsköpfe Phil Lord und Chris Miller solch eine Kindheit und hatten nun im erwachsenen Alter die unheimlich kreative Idee, den ersten animierten Legofilm zu machen.

Was auf dem ersten Blicke wie ein Kinderfilm aussieht, entpuppt sich besonders bei dem ersten Zusammentreffen als unheimlich amüsante Parodie auf etliche Superheldenfilme und historisch wertvolle Figuren. Die Anzahl an Charaktersidekicks erzielt eine urkomische Wirkung, wird aber für die meißten Kinder nicht existent sein, da sie wahrscheinlich nicht mal wissen wer (zum Beispiel) Abraham Lincoln ist. Die ältere Zielgruppe ist dadurch umso mehr angesprochen und wird verblüfft sein, wie viele Legocharaktere integriert wurden. Dazu garniert das Regisseurduo Lord & Miller ein unfassbar hohes Tempo mit viel Spaß und Action und insbesondere die Legostilistik weiß zu gefallen!

Neben versteckter minimalistischer Gesellschaftskritik (die niemals versucht besonders tiefgründig zu sein) verfolgt der Film einen geradlinigen Pfad und kann auch nur eine mittelmäßige Geschichte bieten. Doch das bessert er mit Herz, Witz, Action und gut aufgelegten Stars wieder aus! Für viele ist Lego nur überhyptes Meta-Gewichse und kein guter Film, doch werden sich viele Legospieler wieder an ihre verspielte Kindheit erinnert fühlen und wer kritisiert da schon den größten Werbefilm in der Geschichte des Kinos?



Die beste Beschreibung für „The Lego Movie“ ist der Filmsong, der vielen noch im Ohr schweben wird. Wer über den Commerzsinn hinweg sehen kann und über stumpfe Chameos lachen kann, wird so sehr unterhalten werden, als gäbe es keine Messlatte. Everyrthing is awesome.

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