„Dracula 3D“


Der unbescholtene Buchhalter Jonathan Harker macht auf seiner Reise von England nach Transsylvanien zum Schloss des Grafen Dracula eine grausame Entdeckung: Der umtriebige Graf verhält sich alles andere als adelig und labt sich bei seinen nächtlichen Spaziergängen am Blut der Dorfbewohner. Als Jonathan die Flucht aus dem Horrorschloss gelingt, hat der Spuk jedoch kein Ende. Dracula hat ein Auge auf Harkers Frau Mina und deren Freundin Lucy geworfen. Jetzt kann nur noch einer helfen: Vampirjäger Professor Abraham Van Helsing!

©Koch Media

Dario Argento muss es wohl gewesen sein, der mir erst kürzlich meinen Space-Klingelton vom Handy geklaut. Merkwürdigerweise rechnet man konsequent mit der Ankunft von Aliens, während sich Dracula eigentlich blutarm und mit ständig monotoner Mimik durch Gegnerhorden knabbert. Doch allein der Ersteindruck kann schon nicht überzeugen!

Zwischen Pornosets und überaus schlechten Effekten, die nicht einmal amüsant wirken gesellen sich lachhaft spielende Laiendarsteller dazu, die witzigerweise im O-Ton asynchron sind. Doch als wären diese Faktoren nicht schon peinlich genug für einen Horroraltmeister wie Dario Argento, schafft er es noch grenzdebilere Peinlichkeiten ins Geschehen zu integrieren!

Hier eine Spoilerwarnung für die Lebenskranken, die wirklich 110 Minuten für diesen Mist verschwenden wollen(!). So gleitet Dracula (absolut overacted von Thomas Kretschmann) nicht nur als Fledermaus majestätisch durch die Lüfte, sondern klettert unter anderem als Riesenheuschrecke, die wohl selbst ein 6 Jähriger besser animiert hätte, Treppen hoch oder springt als Wolf noch Leute an oder verscheucht Artgenossen. Diese Transformation dürfte für kaputte Lachmuskeln sorgen!

Außerdem verdient Dracula 3D nicht einmal seinen Zusatztitel, denn ursprünglich meinte Argento, dass es zeit wäre diese Oldschoolmythos wieder aufleben zu lassen, da ihm die dreidimensionale Technik von Avatar zur Verfügung steht. Doch auch 3D macht diesen Film nicht epischer, da weder irgendeine Bildtiefe vorhanden ist noch irgendwelche anderen Erlebnisse. Im Gegenteil! Die Effekte wirken noch schlechter und das Gesamterlebnis umso bescheuerter.

Nun kann man selbstverständlich behaupten, dass Dario Argento den Film absichtlich so schlecht gemacht hat, da er sich wie Terence Fisher 1958 fühlen wollte. Doch dafür setzt er seinem Fanpublikum einen Film vor die Nase, der völlig aus der Zeit gefallen ist und nicht einmal unter dem Aspekt unterhalten kann, wenn man sich vorstellt, dass der Film aus den 50er stammt! Naja zumindest respektiert man Bram Stokers Roman.



Dracula 3D ist ein lieblos inszenierter und völlig blutleerer Film, bei dem es umso deutlicher geworden ist, dass Dario Argento lieber aufhören sollte Filme zu drehen, damit er sich seinen Ruf nicht komplett verbaut. Dracula geht mit 110 Minuten dicke 111 zu lang und aufgrund der filmischen Qualität sollte man lieber Geld bekommen, statt etwas für diesen Mist zu bezahlen!

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