„The Raid“


Minimalismus ist das Motto von Gareth Evans Hochhausgekloppe. Eine komplexe Geschichte oder überragendes Schauspiel sucht man vergebens, denn was man in The Raid geboten bekommt, übersteigt alles was man vorher im Actiongenre gesehen hat.

©Koch Media

Nun könnte man selbstverständlich zuhaufe kritisieren, dass die Pfadengeschichte über ein Polizeiteam, welches sich durch ein Gebäude kloppen muss nicht sonderlich originell ist. Doch The Raid versucht nicht einmal mehr als ein sinnloser Actionfilm zu sein. Und das Genre ist Programm! The Raid ist ein Actionfest, dass Gewalt celebriert und genau deshalb so gut ankommt.

Das Szenario bietet enge Korridore, Wohungen etc., die die Intensität in der Action steigern und was Gareth Evans hier schafft grenzt an die Unmöglichkeit. Kampfchoreografien, bei denen auch der letzte Kampfsportfan in Enthusiasmus verfällt, Kamerafahrten, die in ihrer Hektik genau die gewollte Wirkung erzielen. Zwar wird die Gewalt als Selbstzweck ordentlich abgefeiert, aber eben diese Kompromisslosigkeit braucht der Film.

Köpfe werden zerschossen, Körper zerstochen, Gegenstände zerschlagen und der rote Lebenssaft süppt aus dem Körper wie Wasser in der Waschanlage. Nonstop wird geprügelt und geballert und doch verschenkt man einiges durch ungewollte Längen, in denen man sich versucht hat irgendwelche Dialoge zu integrieren. Zwar bessert man das mit der darauf folgenden Actionszene imens wieder aus, ein pfader Beigeschmack bleibt dennoch.

Dafür setzt man mit den Actionszenen neue Maßstäbe im Kampfsportgenre, da insbesondere der Endkampf gegen Mad Dog wohl die 10 besten Minuten an Action zeigt, die man in den letzten Jahre betrachten durfte. Auch Mike Shinodas Soundtrack untermalt die stumpfen Haudraufszenen perfekt.


 


The Raid ist nichts für anspruchsvolle Cineasten, sondern bietet 100 Minuten intensives und gewalverherrlichendes Actionkino, dass eben aufgrund seiner Härte und Kompromisslosigkeit der Gipfel für Actionjungs ist. Zwar ist The Raid bei weitem nicht das Actionmeisterwerk der letzten Jahre (dafür ist sein Nachfolger viel zu stark), ist jedoch für eine Low-Budget-Produktion und insbesondere für das Actiongenre die langersehnte Rettung! Vorausgesetzt man übersteht den Gewaltgrad.

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