„The Purge: Anarchy“


Die große Säuberung steht wieder bevor, in denen es den Bürgern gestattet ist, sämtliche Kriminalität für 12 Stunden zu begehen, einschließlich Mord. Nach dem eher verhaltenen desaströsen ersten Teil, der zwar die krasse Grundthematik besaß, jedoch nur ein 08/15 home Invasion Thriller war, wie man ihn seit ewigen Jahren schon gesehen hat. Doch scheinbar hat James de Monaco daraus gelernt und bietet mit The Purge Anarchy endlich den Gang ins Freie! The Purge Anarchy bietet wahrlich das, was auch im Namen steht. Anarchie!

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©Universal

Es scheint, als hätte man aus den Fehlern des ersten Teiles gelernt und so bietet man in diesem Film 3 Geschichten, die anfangs parallel verlaufen und sich dann in der Mitte kreuzen! Außerdem liegt die Fokussierung zum Glück nicht (nur noch) auf billige Schockeffekte, sondern man zeigt die Auswirkungen der Purge in vollen Zügen. Die Atmosphäre gelingt in dem Sinne, dass die anfängliche Zeitlupenaufnahme der mobilen Purgegruppe direkt nach dem Mobbing des Ehepaars eine unheimliche Stimmung auslöst und auch der Anblick von brennenden Autos, in Rage verfallenen Purgern und die unterkühlte Gewalt für ein ungutes Gefühl sorgt. Inszenatorisch ist The Purge 2 mehr als solide und verfällt niemals in ein Gewaltinferno oder hat mit Problemen der Überstilisierung von Wackelkameras zu kämpfen!

Allgemein wirkt die Genrewahl diesmal viel runder, zumal ein actiongeladener Thriller für das Szenario deutlich besser ist, als ein Home Invasion Film. Und doch hat auch Teil 2 wiedermals mit Fehlern seines Vorgängers zu kämpfen. Zumal ist der größte Logikfehler wiedermals vertreten und zwar, dass genau nach 12 Stunden Purge alle Bürger wieder friedlich in ihre Häuser, egal ob sie Sekunden früher noch voller Hass aufeinander geschossen haben. Auch die billig wirkenden Schockeffekte wird man einfach nicht los, zumal diese vor Klischeehaftigkeit schon triefen! Viel wichtiger jedoch, dass das Protagonistengespann wiedermals unrelevant ist und es dem Zuschauer egal ist, ob sie überleben oder nicht, zum Glück erlaubt man sich jedoch einen Trick um zumindest ein Klischee zunichte zu machen.


 


Auch wenn The Purge Anarchy sein Potenzial nicht ganz ausnutzen kann und nicht ganz fehlerfrei ist, sind die Macher auf dem richtigen Wege, sollten aber aufpassen, dass sie aus der gesamten Idee keine Franchisekacke fabrizieren, wie die immer schlechter werdende Paranormal Reihe., doch das Problem tritt ja bei billig produzierten Kassenschlagern leider immer so! Fakt ist jedoch, dass man nach dem ersten Teil endlich das Potenzial genutzt hat und einen soliden Film auf die Beine gestellt, der nicht mit Kompromisslosigkeit geizt und zumindest einen Blick wert ist, wenn auch nicht auf der großen Kinoleinwand! Wäre The Purge Anarchy ein Auto, wäre er gehobenen Mittelklasse!


 

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