„Einfach zu haben“


Es gibt Filme, die gehören einer Art undefinierbarer Grauzone an. Einer Grauzone, die sich dort befindet, wo man nicht mehr wirklich weiß, wie man einen Film bewerten soll, da man sich im Prinzip für eine hohe Bewertung schon wieder rechtfertigen muss. Dieser Film gehört dieser Grauzone an. In diese Grauzone gehört er deswegen, weil er mir einfach so mega dolle gefällt. Doch mit meinem Bewertungssystem lässt sich es nicht vereinbaren ihn mehr, als die ohnehin schon (zu) hohe Bewertung zu geben, die er inne hat. Zu viele Filme, dieser Welt halte ich für besser, aber trotzdem mag ich diesen Film mehr. Verrückt nicht?

Aber für mich sind einen Film mögen und einen Film gut finden einfach zwei verschiedene Dinge.
Wie dem auch sei: „Easy A“, oder wie der deutsche Titel lautet „Einfach zu haben“, ist auf keinen Fall ein wirkliches filmisches Meisterwerk. Die Story ist austauschbar, hat den nötigen Tiefgang und die Botschaft nicht (gaukelt aber auch nicht vor diese zu haben), die für mich Oberligafilme brauchen. Nichts an diesem Film ist an irgendeiner Stelle wirklich außergewöhnlich gut, besserer Durchschnitt eben.
Aber trotzdem liebe ich diesen Film. Hauptsächlich aus einem Grund. Seine Hauptdarstellerin Emma Stone ist in jeder Szene ein wahrer Augenschmaus. Aber auch hier sei betont, dass sie für mich keine meisterhafte Performance abliefert, aber sie ist halt gut. Gut in der Form, dass sie den Zuschauer zum Lachen bringt, aber auch ihren Charakter auszuleuchten weiß, wenngleich dies auch mit so einigem Overacting verbunden ist. Doch drauf geschissen. Dieser Film ist für mich einfach wunderbar und wunderschön. Es ist DER Emma Stone Film für mich, DER Film, der den Mythos Emma Stone für mich erst erschaffen hat, DER Film, durch den ich zu so einem großen Fan von ihr geworden bin. Und ich bin diesem Film einfach so dankbar dafür, dass er mich diesem Mädchen, das ich vorher nur flüchtig kannte, vorgestellt hat.
Es gibt Szenen im Film, da denke ich, dass es einfach ein wahnsinniges Vergnügen sein muss, einmal mit ihr zusammen zu schauspielern, dass dort eine unfassbar gute Stimmung am Set herrscht und dass es einfach extrem lustig sein muss. In meiner Lieblingsszene im Film, als sie traurig in die Kamera blickt und sich fragt wo die Ritterlichkeit geblieben ist und sie ganz traurig wird, will ich am liebsten durch den Bildschirm springen und selbst mit einem Ghettoblaster vor ihrem Fenster stehen und sie für mich gewinnen und letzten Endes mit dem Rasenmäher davon fahren.
Noch dazu feier ich die Gags im Film jedes Mal erneut ab. Egal ob es ihre vollkommen durch geknallten Eltern sind (herrlich: Stanley Tucci und Patricia Clarkson) die ein Wort erraten wollen, oder ob es sie selbst im Mienenspiel mit Penn Badgley ist. Wenn sie sich anschauen und allein durch ihre Mimik andeutungen machen, lache ich jedes Mal tränen, oder wenn sie den Sex vortäuschen und er schreit: „Can you smell it?“ Daraufhin fährt sie ihn an und er so: „Ooooh it doesn’t even smell too bad!“
Ich muss mich jetzt wohl einbremsen, denn sonst geht meine Schwärmerei über diese seichter als seichte Komödie immer weiter und weiter und weiter und wird wohl gar kein Ende mehr nehmen.
Ich spendiere dem Film jetzt einfach mal das Herz, weil er doch irgendwo in meiner Liebe zu Emma Stone ganz tief verankert ist und ich dem Film so sehr dankbar dafür bin, dass er sie mir damals nähergebracht hat.

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