„I, Frankenstein“


I, Frankenstein scheint zumindest mit Aaron Eckardt einen erfolgreichen Schauspieler gefunden haben, dennoch wird gleich auf dem ersten Blick klar, dass die Sternstunden von ihm auch schon lange her sind!

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©Splendid

Stuart Beattie, der anfänglich nur mit dem Screenplay beschäftgit war, bevor er mit „Tomorrow when the War began“ sein Regiedebut feierte, hat zumindest augenscheinlich einen halbwegs akzeptablen Film geschaffen, der vorallem mit seiner Düsternis punkten kann. Auf anderen Sichtweisen trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen. Zumindest scheint jeder Schauspieler uninteressiert, wenn zum Beispiel Mirando Otto, die man vorher durchaus in anständigen Rollen gesehen hat, ständig mit gelangweilten Blick in die Kamera schaut und in ihrem Gesichtsausdruck der Tristesse schon fast das gesamte Elend der Welt reflektiert. Eckardt´s Belanglosigkeit als Frankenheit wirkt noch durchaus solide, auch wenn er für die Verkörperung eines Frankensteins wohl eher eine sehr passable Besetzung darstellt!

Generell wirkt Beattie´s Inszenierungsstil wie ein halbgares Konsumprodukt. Bereits zu Beginn präsentiert er unfertig aussehende Effekte, wenn gleich fliegende Dämonen in comichaften Flammenstichen zerplatzen und in den Boden gesogen werden. Hat man damit jedoch anfänglich noch Spaß, so wird dieser im Verlaufe des Filmes ähnlich zerstört wie die exzessive Menge der Damönen. Seien es nun zerstörte Kirchen oder ganze Massenschlachten zwischen Gut&Böse, die Eintönigkeit ist hier Programm und ist ähnlich spaßig und spannend, wie der liebsten Farbe beim trockenen zuzusehen.

Aber irgendwie versprüht gerade diese Art von Inszenierung einen unfreiwillig komischen Charme und amüsant regelrecht! Der instant-grimmig guckende Aaron Eckardt und die in Schwermut-getränkte Miranda Otto, die übrigens ihren Blick auch in der Action antrainiert haben, und das viel zu schlecht wirkende Abstechen von irgendwelchen Fantasiefiguren machen richtig Laune. Über den Fakt, dass I, Frankenstein ein mieser Film ist und keinen Kinoeinsatz verdient hat, kann man dann schonmal getrost hinwegsehen. Außerdem geht der Spaß auch nur 80 Minuten.


Bilder: moviepilot.de

Creative Commons Lizenzvertrag
Die „I, Frankenstein“ Kritik von Sean Theumer ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

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