„Godzilla“


Klassisch erhebt sich nach den Produktionslogos ein ruhiger Vorspann, bevor der Kinosaal von einer unglaublichen Explosion erschüttert wird! Von daher gleich zu Beginn dieser Kritik der Zwang von mir: Guckt euch den Film sofern es möglich ist in einem ISens, Dolby Atmos, Maxximum Sound etc. an…

GODZILLA
©Warner

, da der Film vorallem so seine brachiale Wirkung richtig entfalten kann! Als klassisch könnte man auch den Weg beschreiben, den Gareth Edwards hier mit seiner Inszenierung einschlägt! Anders als mittlerweile gewohnt nimmt sich der Film besonders zum Anfang sehr viel Zeit um eine halbwegs solide erzählte Geschichte einzuleiten und den Charakteren etwas Hintergrund zu verschaffen, wenn auch gleich dieser Versuch besonders im Film 15 Jahre später nicht mehr funktioniert. Mit ergreifender Tragik kann jedoch Brian Cranston zum Beginn brillieren, was zumindest ein Fünkchen Emotionalität beim Zuschauer auslöst.

Zugegeben, besonders zum Anfang braucht man ein wenig Zeit um dem Geschehen einen passenden Flow zu verleihen, doch wenn dann erstmal MUTO und Godzilla eingeleitet werden, hält der Film genau das was er versprochen hat! Wer jedoch Kaiju-Gekloppe sehen möchte sollte sich lieber nochmal „Pacific Rim“ angucken, denn auch wenn Godzilla mit einem Budget von 160.000.000$ protzen kann, liegt der Hauptfokus nicht einmal auf Action! Mit ständig anhaltender Düsternis und einem spektakulären Gefühl, was die Atmosphäre betrifft, wartet man gespannt auf die Eskalation, die selbstverständlich nicht fehlt!

Denn wenn Ken Watanabe dann endlich sagt: „Lasst sie kämpfen“ bek0mmt man wohl das Spektakulärste auf der Leinwand zu sehen, wie schon lange nicht mehr! Doch zum Glück bekommt man schon in der Mitte des Filmes das was man hören wollte! Das Gebrüll von Godzilla, was sich mit Maxximum Sound aber auch verdammt gut anhört! Nicht mal das 3D wirkt hier aufdringlich oder gar nervtötend, da vorallem die Bildtiefe viel stärker daherkommt, und wenn gleich die Marines ihren Halosprung in die Häuserschluchten von San Francisco unter Musikbegleitung vom „Requiem“ von György Ligeti durchführen, sind wir genau dort angekommen, wo wir auch landen wollten! In der Hölle selbst!

Auch hier bleibt der Pathos nicht aus und selbstverständlich kann man viele Schwächen in der Charakterentwicklung entdecken, zumal diese eben abgesehen von Cranston, sehr mager ist. Dennoch, der Soundtrack von Alexandre Despat ist absolut spitze, die Effekte sind eine wahre Augenweide, und es macht einfach Spaß Gareth Edwards beim Austoben zuzusehen! Ich habe das bekommen was ich wollte, und das war Godzilla! Beim nächsten Mal hoffentlich mit mehr Anwesenheit!


Creative Commons Lizenzvertrag
Die „Godzilla“ Kritik von Sean Theumer ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

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