„Paranormal Activity: Die Gezeichneten“


Bereits zum fünften Male rennt das jugendliche Filmpublikum wiedermals in einen billig produzierten Paranormal Activity Ableger. Bereits über die Jahre hinweg hat sich gezeigt, dass der Start äußerst mager war, und sich der eigentliche Höhepunkt schon längst in Teil 3 widerspiegelt hat.

Auch der letzte Vertreter beweist wiedermals, dass es auch, wenn man denkt, dass es nicht mehr schlechter werden kann, immer so ein kleines bisschen schlechter geht. Das eigentliche Grundgerüst führt auch Die Gezeichneten problemlos weiter! Der versuchte Spannungsaufbau, durch minutenlanges Stöbern in dunklen Wohnungen oder Kirchenkellern, mit eindeutiger Fokussierung auf Schockeffekte.

Diese funktionieren jedoch lediglich beim Zielpublikum, was wohl bei 13-15 jährigen Jugendlichen liegt, die meinen einen, nach modernen Sprachgebrauch echt krassen Horrorschocker zu sehen, wonach man sich garantiert nicht mehr in Keller traut, oder bei Mama mit im Bett schlafen muss, da man so verstört. Für alle anderen ist auch Teil 5 nur überaus mies inszenierte Effekthascherei, mit einen wenigen Lichtblicken! Zumal man hier anfangs versucht, durch locker amüsante Inszenierung wenigstens etwas Abwechslung in die Serie hinein zu bringen! Man sagt ja immer „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, nur hat man hier definitiv zu viel gewollt! Wenn die Protagonisten plötzlich anfangen einer Pannenshow Konkurrenz zu bieten, fragt man sich wirklich, ob man nicht versehentlich in den falschen Film spaziert ist.

paranormal-activity-the-marked-ones-katie-kristi-spoilers
©Paramount

Der Großteil ist wiedermals typischer Dysfunktionalität der Filmemacher! Wenn man nur noch eine Abfolge von Spaziergängen durch dunkle Räume bekommt, die ihr Ende meist in kolossal schlechten und überaus vorhersehbaren Schreckm0menten finden. Man könnte dem Film sogar schon fasst vorwerfen, dass er die Zuschauer qäulen will, jedoch nicht mit Atmosphäre oder gar Spannung. Sondern man versucht das Sitzfleisch der Fans ordentlich zu strapazieren, indem man in 95 Minuten etliche Längen einfügt, um wenigstens zum Ende zu zeigen, dass auch noch Gutes in dem Film steckt! Zwar wirken Shootouts sehr deplatziert, dafür schafft man wenigstens noch die letzten 5 Minuten spannend zu Inszenieren, bevor man wiedermals überaus enttäuscht den Abspann ansehen muss! Dafür scheinen die Schauspieler ausnahmsweise durchweg solide!

Für einen Horrorfilm ist der Film einfach nicht spannend genug, besitzt keine Atmosphäre, sondern ist eine sture Abfolge von missglückter Effekthascherei, billigen Schreckeffekten, die man bereits 5 Minuten früher erahnen kann. Viele der anfangs positiv wirkenden Elemente scheinen am Ende überaus deplatziert (Telekinesis). Auch ein Szenariowechsel tut der Paranormal Activity Reihe nicht gut, und ich wünsche mir eigentlich nur noch, dass diese Reihe sich hoffentlich bald totgefilmt hat!


 

Bilder: moviepilot.de

Paranormal Activity: Die Gezeichneten kaufen:

Creative Commons Lizenzvertrag
Die „Paranormal Activity V“ Kritik von Sean Theumer ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s