„Sharknado“


Manchmal hat mein einfach genug davon, stetig sein Gehirn in Filmen zu benutzen, mitzudenken oder gar mitzuraten. Manchmal genügt es einem, anspruchs und hirnlose Kost zu genießen, die Art von Film, den man gut in Feten integrieren kann!

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©Indigo

Auch wenn das Label „Asylum“ nicht gerade damit protzen kann, anspruchsvolle und innovative Filmkost anzubieten, gibt es einige Ausnahmen, die bestätigen, dass eine gewisse Ahnung vom Inszenieren besteht, und wenn es diese nicht gibt, beweisen sie wenigstens, dass sie Ahnung vom Marketing haben. Das haben sie besonders mit dem Hype von Sharknado bewiesen, von dem wohl jeder Filminteressierte 2013 Wind bekommen hat! Gleich vorweg, Sharknado ist der bisher beste Film aus dem Hause Asylum, auch wenn das nicht schwer war!

Wer qualitativ hochwertige Filmkost erwartet, ist selbst schuld! Sharknado versucht nämlich nicht mal im Ansatz professionell zu wirken, sondern ist eine überaus spaßige Mixtur von Stock Footage Sequenzen (Szenen, die sich immer wiederholen), unfassbar schlecht getricksten Effekten und noch fast schlechteren Schauspiel! Wenn ehemalige Hollywoodschauspieler in der Versenkung landen, findet man sie immer wieder in Asylum-Produktionen! Wer sowas nicht sehen will, sollte auch die Finger von solchen Trashproduktionen lassen!

Denn sein eigentliches Ziel erfüllt Sharknado famos! Er will auf dümmste Art und Weise unterhalten und genau das schafft er ohne Probleme! Allein das Storyfundament regt zum schmunzeln an und wenn der Tornado erstmal losbricht und der erste Hai durch die Fensterscheibe der Kneipe segelt, nimmt sich der Film keine Zeit mehr zum verschnaufen, sondern versucht sich selbst mit immer verrückteren Ideen noch zu übertrumpfen! Obgleich man nun versucht, professionell mit Autobatterien ganze Straßenzüge voller Wasser zu rösten, oder sich mitsamt von Kettensäge in anfliegende Haie schmeißt, eine Idee ist verrückter als die Andere! Die gesamte Inszenierung ist logischerweise dermaßen „Over-the-Top“, und wer sich einfach sowas nicht einlassen kann oder gar nicht erst leiden kann, lässt sich wohl besser gar nicht erst darauf ein!

In meinen Augen ist „Sharknado“ wohl die Partyfilmoffenbarung schlechthin und kann nicht mal ernsthaft bestreiten, dann ich ihn nicht mag! Umso schwerer fällt es mir, einen objektiven Kommentar zu einem Film zu schreiben, den man entweder mag oder hasst! Der Cineast wird sich denken, „Herr, lass Hirn regnen statt Haie“, und das ist im eigentlichen Sinne auch gut so, denn eigentlich ist Sharknado so dermaßen schlecht, dass er schon wieder gut ist!

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